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Was Sie wissen müssen: Goethes „Faust“

· Culture

Ob im O-Bus auf dem Weg zur Vorstellung, während der Zigarette vor der Premiere oder beim Anstehen in der WC-Schlange, mit dem Schnellcheck sind Sie in nur 2 Minuten perfekt auf den Abend vorbereitet. Die „Krone“ hat die wichtigsten Infos zu „Faust“ von Johann Wolfgang Goethe.

Worum geht’s? Die Festspiele zeigen heute den Urvater aller Selbstoptimierer. Faust hat schon alles erreicht und bleibt trotzdem unzufrieden. Goethe wusste lange vor LinkedIn und Life Coaches: Wer ständig dem nächsten Level hinterherjagt, verliert irgendwann sich selbst.

Handlung: Doktor Faust hat nahezu alles gelernt, was sich lernen lässt. Trotzdem bleibt das Gefühl, am Wesentlichen vorbeizuleben. In seiner Verzweiflung beschwört er den Teufel Mephistopheles herauf und schließt einen Pakt: Erkenntnis gegen Seele. Mephisto verfolgt allerdings eigene Interessen. Er hat mit Gott gewettet, Faust vom rechten Weg abzubringen. Er führt ihn durch eine Welt voller Versuchungen und magischer Verlockungen. Faust sucht zunächst nach höherer Erkenntnis, entdeckt aber bald auch seine Sehnsucht nach irdischen Freuden. Durch Mephistos Zauber wird er verjüngt und verliebt sich in die junge Margarete. Aus der Liebesgeschichte wird eine Tragödie. Gretchen wird schwanger, zerbricht am gesellschaftlichen Druck und tötet ihr Kind. Dafür wird sie zum Tode verurteilt. Faust versucht, sie zur Flucht zu bewegen. Sie lehnt ab und nimmt ihr Schicksal an. Faust lässt sie zurück und zieht mit Mephisto weiter. Sein Wissensdurst hat ihn nicht klüger gemacht, sondern vor allem schuldig.

Angeberwissen für die Pause: Vermutlich lernte Goethe den Faust-Stoff schon als Kind durch ein Puppentheater kennen. Heute lernen ihn die meisten erst als Teenager im Deutschunterricht kennen.