Welche Freunderln reißt er mit in den Abgrund?
Der Fall Ruck – erledigt? Wer geglaubt haben sollte, dass mit dem Ausschluss aus der Volkspartei die Affäre um den Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten und bis Freitagabend hochrangigen ÖVP-Funktionär mit allerbesten Verbindungen zur roten Wiener Rathausspitze beendet ist und wieder sommerliche politische Ruhe, wie wir sie von früher kennen, einkehren werde, hat sich mächtig getäuscht.
Die ohnehin schwer angeschlagene größere Regierungspartei mit ihrem Chef Christian Stocker muss ihre Wunden lecken. Und die sind tief und werden schwer heilen. Der angeschlagene Bundeskanzler hat nun zwar Führungsstärke demonstriert.
Er hat dafür aber mehr als eine Woche benötigt. Nach der Veröffentlichung der unerhörten Ruck-Aussagen in „Krone“ und „profil“ hatte er noch geäußert, er werde sich zur Causa Ruck „nicht äußern“, denn, so Stocker: „Das betrifft weder mich noch die Bundesebene.“
Heute fragt man sich, wen nimmt ein abstürzender Machtmensch wie Walter Ruck, wenn er alles zu verlieren droht, mit in den Abgrund. Da müssen jetzt manche bangen – vor allem seine Freunderln aus dem Biergarten und dem Weinkeller, wo man gemauschelt und sich das Maul über alles Mögliche und Unmögliche zerrissen hat.
Da wird noch viel aufzudecken und zu klären sein.
Einen schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“!