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Weniger Geld für die Kunst: Große Tanker auf Kurs

· Culture

Die Budgetausgaben im Kunst- & Kulturbereich sanken 2025 um neun Millionen Euro, zentrale Basisabgeltungen für große Museen und Theater stiegen jedoch an. Den Spardruck nimmt das dem Kulturbetrieb nicht.

Im Jahr 2025 gab der Bund weniger Geld für Kultur aus – gleichzeitig wurden viele Subventionen angehoben. Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich bei einem Blick ins Detail: 2025 flossen 623 Millionen Euro aus dem Bundesbudget in Kunst und Kultur, das sind neun Millionen weniger als 2024. Viele Einsparungen stecken in Sonderprojekten wie dem weggefallenen Budget für die Kulturhauptstadt Bad Ischl oder der geringeren Auszahlung für den Umbau der Salzburger Festspielhäuser. Auch beim internationalen Kulturaustausch wurde gekürzt.

Mehr Geld gab es dafür für die großen Kulturtanker des Landes: Bei den Bundesmuseen wie der Albertina, dem KHM-Verband oder dem Belvedere stieg die Basisabgeltung von 139 Millionen auf 145 Millionen Euro.

Spardruck bleibt
Bei den Bundestheatern – Burgtheater, Volks- und Staatsoper – stieg die Basisabgeltung von 194 auf 204 Millionen Euro. Den Spardruck auf die kulturellen Aushängeschilder mindert das nicht. Allein die Personalkosten stiegen hier innerhalb eines Jahres um 20 Mio. € auf 239 Mio. Euro.

Weitere Kürzungen ziehen sich quer durch alle Sparten. Der Trend zeigt: Es fließt weniger Geld in weniger Institutionen, große Häuser werden (zumindest vorerst) mit Erhöhungen auf Kurs gehalten, während kleinere Initiativen und die Freie Szene gekürzt werden. Kulturminister Andreas Babler betont im Vorwort des Berichts die „schwierigen budgetären Rahmenbedingungen“ und die damit einhergehende Notwendigkeit, „auch Einsparungen vorzunehmen“.