Wenn Hüte brennen, steht heißer Polit-Sommer bevor
Ein ruhiger Sommer hätte es werden können: Mehr als ein Jahr keine größeren Wahlen in Österreich bevorstehend – da könnte sich die Politik einerseits an größere Reformen wagen. Das tut sie nicht. So könnte sie wenigstens Ferien machen und die Menschen im Land in Ruhe lassen.
Auch das wird nicht geboten: Kanzler Christian Stocker und Vizekanzler Andreas Babler gehen auf Tour durch Österreich. Weil sie hören wollen, was die Österreicherinnen und Österreicher bewegt
Noch ehe sich die Parteichefs der ehemaligen Großparteien ins Land aufmachen, bekommen sie via Meinungsforschungsinstitute das Stimmungsbild der Menschen geliefert. Und das heizt ÖVP und SPÖ ein.
Es sind zunächst vor allem Daten aus den Bundesländern, die im kommenden Jahr ihre Landtage und damit Landeshauptleute neu wählen. Am Montag schlug eine Foresight-Umfrage aus Tirol ein: Demnach liegen dort, wo die ÖVP mit Landeshauptmann Mattle 2022 noch 34,7 Prozent erreichte, während die FPÖ damals auf 18,8 Prozent kam, nun beide mit je 29 Prozent Kopf an Kopf.
Da brennt der schwarze Hut. Aber längst nicht nur in Tirol, wo im Herbst des nächsten Jahres gewählt wird, sondern auch in Oberösterreich – Wahl ebenfalls im Herbst 2027, auch dort ÖVP und FPÖ Kopf an Kopf. Katastrophale Werte werden für die ÖVP auch aus der Steiermark gemeldet, für die SPÖ rundum.
Ein ruhiger Sommer? Nein, wenn die Hüte lichterloh brennen, dann ist es ein ganz heißer Sommer.