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„Wer 0:0 gegen Spanien spielt, der kann auch …“

„Wer 0:0 gegen Spanien spielt, der kann auch …“

Wolfgang Meixner ist seit 37 Jahren österreichischer Honorarkonsul für Kap Verde. Er kennt das Land in- und auswendig, betont vor dem Sechzehntelfinale gegen Argentinien: „Jetzt kennt wirklich die ganze Welt diese Inselgruppe.“ Warum Politikwissenschaftler und Fußball-Fan Peter Filzmaier Kap Verde schon vor der WM auf dem Schirm hatte und ein auf Kap Verde lebender Schweizer Touristik-Experte die nächste Sensation für möglich hält.

„Die Gratulationen reißen weiter nicht ab. Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich mit Kap Verde mitfreuen“, sagt Wolfgang Meixner. Er ist seit 37 Jahren österreichischer Honorarkonsul des afrikanischen Inselstaats, hat durch seine Tätigkeit als Diplomingenieur für Vermessungswesen auf fast allen Kontinenten Kontakte.

Der Wiener betont: „Jetzt kennt wirklich die ganze Welt Kap Verde. Es ist unglaublich, dass sie nun im Sechzehntelfinale auf den amtierenden Weltmeister mit Starspieler Lionel Messi treffen. Natürlich träumt jeder von der Sensation. Aber realistisch betrachtet endet in diesem Spiel der großartige Lauf von Torhüter Vozinha und seinen Mitspielern.“

Wer 0:0 gegen Spanien spielt, der kann auch...
Andreas Schäfer, der mit insgesamt 50 Mitarbeitern auf Kap Verde Gasthäuser mit Restaurants, ein Hotel und die Agentur Strela Travel (Ausflüge und Exkursionen) betreibt, lächelt: „Wer 0:0 gegen Spanien und 2:2 gegen Uruguay spielt, kann auch gegen Argentinien ein Remis holen. Und im Elfmeterschießen hält dann Torhüter Vozinha alles.“

Der Schweizer betont: „Teamchef Bubista hat ein starkes Team mit großer defensiver Disziplin geformt. Experten geben ihnen nur ein Prozent für den Aufstieg. Aber es ist typisch für Kap Verde, dass man an etwas glaubt, auch wenn es als unwahrscheinlich gilt. Eine große Tugend ist weiters, dass sie aus wenig viel machen, das ist nicht nur im Fußball so.“

Peter Filzmaier hatte den richtigen Riecher
Vor drei Wochen hatte Politikwissenschaftler und Fußball-Fan Peter Filzmaier bei Sport und Talk im Hangar-7 bei Servus TV auf die Frage nach seinem Überraschungsteam bei der WM gesagt: „Kap Verde“. Dafür wurde er belächelt. Filzmaier erklärt: „Na ja, es war nicht einfach ein Sager. Sie haben in der WM-Qualifikation ihre Gruppe vor Kamerun gewonnen, spielten in sieben von zehn Spielen zu null. Dazu haben sie in den vergangenen Jahren in der ganzen Welt Spieler mit Bezug zu Kap Verde gescoutet. Die spielen alle in Profiligen, das ist eine gute Mannschaft.“

Spieler von Delta Cultura Austria ausgebildet
Zurück zu Honorarkonsul Wolfgang Meixner. Er freut sich, dass mit Diney Borges ein Leistungsträger aus dem in Tarrafal befindlichen Bildungszentrum von Delta Cultura Austria stammt: „Das ist eine besondere Geschichte. Dieser Verein leistet schon lange tolle Arbeit. Ich versuche, sie bestmöglich zu unterstützen.“

Auch der frühere österreichische Teamchef Didi Constantini arbeitete einst ehrenamtlich als Trainer für Delta Cultura Austria. So war Didi auch Schirmherr des Kap Verde Cups – einem Benefizturnier in Wien, das von 2011 bis zur Covid-Pandemie Geld für das Bildungszentrum mit Fußballschule in Tarrafal brachte. Meixner erzählt: „Ich war mit Didi Constantini befreundet, ein toller Mensch. Wir waren häufiger beim Wiener Sportclub. Sein Engagement auf Kap Verde war sehr wertvoll.“

Kaum Kriminalität
Über die Inselgruppe allgemein sagt er: „Es ist wunderschön dort, die Menschen leben vom Tourismus. Die Armut ist immer noch groß, aber die Leute sind irrsinnig freundlich und herzlich. Kriminalität gibt es so gut wie gar nicht.“

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