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WM-Entsetzen: „So ein Team möchte ich nicht haben“

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Deutliche Worte von Rudi Völler! Der DFB-Sportdirektor geht mit dem Vizeweltmeister hart ins Gericht: „Ich möchte keine Mannschaft haben, die spielt wie Argentinien. Das hat mit Fußball nichts zu tun.“

Mit Aggressionen und Provokationen haben die Argentinier für Kopfschütteln bei der WM gesorgt. Nach der 0:1-Niederlage im Finale gegen Spanien ließen sich Leandro Paredes und Nahuel Molina auch noch zu Tätlichkeiten gegen spanische Spieler hinreißen.

„Ich habe gesagt, dass wir als Deutschland besser verteidigen müssen. Da haben viele ja auch die Argentinier als Beispiel genommen. Das fand ich ein schlechtes Beispiel. Auf einmal waren die Argentinier das Maß aller Dinge. Die Diskussion fand ich ein bisschen scheinheilig“, meint Rudi Völler am Montag beim internationalen Trainer-Kongress der BDFL (Bund Deutscher Fußball-Lehrer) in Mainz.

Mit der Spielweise von Argentinien kann sich der Sportdirektor des DFB nicht anfreunden. „Ja, sie sind Weltmeister und diesmal Vizeweltmeister geworden. Aber dieses Lob habe ich bei vielen tatsächlich nicht verstanden.“

Lob für Spanien und England
Zwei andere Nationen haben die deutsche Legende jedoch begeistert. „Spanien hat das Lob verdient und auch die Engländer haben sehr gut verteidigt“, betont der 66-Jährige.

Rücktrittsgedanken nach WM-Enttäuschung
Voller Tatendrang blickt Völler auf die kommende Ära unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. „Ich habe überlegt, ob es nach dieser WM noch Sinn macht, weiterzumachen, und habe gewackelt. Ich war nah dran“ gibt er zu. Das deutsche Team scheiterte bei der WM bereits im Sechzehntelfinale an Paraguay.

„Jürgen hat eine enorme Vita. Wenn er sagt, du musst dabeibleiben, freut mich das natürlich. Ich werde ihn auf meine Art unterstützen“, so Völler. Nach der EM 2028 – bis dahin gilt sein Vertrag – sei für ihn dann aber definitiv Schluss.