WM-Wende: „Dümmster“ Platzverweis war regelwidrig!
Mit seinem Platzverweis hat Breel Embolo beim bitteren WM-Aus der Schweiz für Kopfschütteln gesorgt. Doch wie nun bekannt wurde, hätte es diesen gar nicht geben dürfen.
Was war passiert? Beim Stand von 1:1 im WM-Viertelfinale gegen Argentinien hob Embolo plötzlich ab und beschwerte sich. Schiedsrichter Joao Pinheiro zückte die Gelbe Karte und verwarnte Leandro Paredes für das vermeintliche Foulspiel an Embolo. Doch der VAR schritt ein – und die Wiederholung zeigte, dass Paredes den Schweizer gar nicht berührt hatte. Eine dreiste Schwalbe!
Folglich nahm der Unparteiische die Gelbe Karte gegen Paredes zurück, zeigte sie stattdessen Embolo, der wiederum – bereits mit Gelb belastet – durch die Ampelkarte vom Platz gestellt wurde. Die Schweiz musste fortan in Unterzahl bestehen und schied schließlich nach Verlängerung aus. Auf Embolo prasselte viel Kritik ein. „Das ist die dümmste und unnötigste Gelbe Karte“, meinte etwa ServusTV-Experte Florian Klein während der Live-Übertragung.
Falsche Regelauslegung
Doch jetzt die Wende! Den Platzverweis hätte es nämlich gar nicht geben dürfen. Dies berichtet „The Athletic“, das ein Schreiben des International Football Association Board veröffentlicht. Das IFAB, das die Regeln bei der WM festlegt, erklärt darin, dass die sogenannte „Mistaken Identity“-Regel ausschließlich dazu da ist, einen falsch bestraften Spieler zu identifizieren.
Heißt, dass die Gelbe Karte gegen Paredes überprüft wurde, war korrekt. Die Schwalbe von Embolo hätte danach jedoch nicht mehr bewerten werden dürfen. Somit wurden den Schweizern eine falsche Regelauslegung zum Verhängnis. Für die Eidgenossen nur ein schwacher Trost ….