Wolff: „Fred darf nicht nur Schlagzeilen lesen“
Toto Wolff fühlt sich missverstanden. Nachdem Fred Vasseur auf Aussagen, die der Wiener in Spielberg getätigt hatte, gereizt reagiert hatte, legte der Mercedes-Teamchef noch einmal nach: „Der Fred muss die Aussagen lesen, und nicht nur die Schlagzeilen.“
Im Rahmen des Österreich-GPs hatte Wolff angesichts der neuen Teile von Ferrari angedeutet, dem Team müsse doch langsam das Upgrade-Budget innerhalb des erlaubten Kostendeckels ausgehen.
Darauf angesprochen konterte Vasseur nun in Silverstone. „Ich finde es ironisch, dass das von Toto und Mercedes kommt“, so der Teamchef der Scuderia. „Wenn Mercedes oder Red Bull entwickeln, sind sie Genies. Wenn wir entwickeln, dann betrügen wir. Man muss sich mal beruhigen. Wir haben nicht mehr Teile gebracht als Red Bull oder andere.“
„Keine Rede von Betrug“
So habe Wolff das allerdings gar nicht gemeint, wie er nun gegenüber Sky richtigstellen wollte. „Ich habe gesagt, dass sie wahrscheinlich mit den Updates am Ende zurückstecken müssen, weil jetzt gerade viel ans Auto gekommen ist. Da ist keine Rede von Betrug. Das ist nur eine Aussage zu den Fakten. Aber Fred kann sehr leicht an die Decke gehen, ich weiß, dass es so ist, ich kenne ihn seit 25 Jahren“, meinte der 54-Jährige.
Ein persönliches Gespräch zwischen den beiden habe es nach wie vor nicht gegeben. Ob die Freundschaft unter der Causa leidet? „Wir sind in erster Linie hier Konkurrenten und manchmal geht man durch leichtere und manchmal auch durch schwierigere Zeiten“, so Wolff.