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„Zu laut!“ Alcaraz spricht über Wien-Kulisse

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„Ich würde sagen, es ist ein bisschen zu laut. Ich will nicht lügen“, erklärte Carlos Alcaraz schmunzelnd, angesprochen auf die Musik während seiner Partie, die er mit 6:4 und 7:5 (5) gegen Karen Khachanov gewann.

Carlos Alcaraz hat am Dienstag die schwere erste Hürde beim Wiener Stadthallenturnier genommen. Der Tennis-Weltranglisten-Dritte besiegte vor ausverkaufter Stadthalle und somit 9.800 Fans den Russen Karen Chatschanow nach einem gewaltigen Schlagabtausch und 2:04 Stunden 6:4,7:6(5). In direkten Duellen mit dem Russen stellte der 23-jährige Spanier auf 7:0. Alcaraz trifft nun am Donnerstag auf Österreichs Davis-Cup-Helden Jurij Rodionov oder den Georgier Nikolos Basilaschwili.

„Es war wirklich eng. Ich habe gut gespielt, ein paar Punkte haben entschieden. Aber das ist Tennis, du gewinnst die wichtigen Punkte, wenn es darauf ankommt“, resümierte Alcaraz bei der Pressekonferenz der Erste Bank Open. Schon zuvor hatte er auf dem Platz seinen Gegner gelobt. „Er ist so ein toller Spieler, es ist immer ein Kampf gegen ihn. Ich musste bereit sein, ich habe alles wirklich gut gemacht und habe den Ball wirklich gut getroffen. Ich bin froh, den Sieg in zwei Sätzen geschafft zu haben“, meinte er.

Er lobte auch die ausgezeichnete Atmosphäre in der Stadthalle schon in einer ersten Runde, gab aber auch zu: „Ich würde sagen, es ist ein bisschen zu laut. Ich will nicht lügen.“

Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die Zuschauer: „Es ist eben eine Umstellung“, schließlich gehe es auch darum, den Fans etwas zu bieten.

Mit der Zeit habe ihn die Geräuschkulisse aber nicht mehr beeinträchtigt. „Sobald man sich aber erst einmal daran gewöhnt hat, konzentriert man sich auf seine eigenen Ideen und seine eigenen Gedanken, und es spielt keine Rolle, was draußen vor sich geht“, so der Spanier.

„Ich weiß gar nicht, wie ich das geschafft habe“
Auch sportlich hatte Alcaraz einiges zu erzählen. Besonders die entscheidenden Ballwechsel seien ausschlaggebend gewesen: „Es ging um ein paar Punkte, und ich glaube, das ist eben Tennis. Wenn man die wichtigen Punkte gewinnt, wenn es darauf ankommt, kann sich alles ändern.“

Vor allem ein spektakulärer Passierball im Tiebreak blieb ihm in Erinnerung: „Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich das geschafft habe.“ Insgesamt sei er froh, seine Möglichkeiten genutzt zu haben: „Ich bin mit allem zufrieden, was ich in diesem Match geleistet habe.“

„Ich bin auf dem richtigen Weg“
Mit seiner aktuellen Entwicklung zeigte sich Alcaraz zufrieden. „Ich glaube, ich mache die richtigen Schritte“, betonte er. Sein großes Ziel sei es, wieder jene Konstanz zu erreichen, die ihn zu Jahresbeginn ausgezeichnet hatte. „Was ich wirklich erreichen wollte, ist die Beständigkeit, die ich zu Beginn des Jahres hatte“, erklärte der Weltranglistenzweite. Dabei gehe es vor allem darum, während der Matches Lösungen zu finden und konstant auf höchstem Niveau zu spielen. Sein Fazit nach dem gelungenen Wien-Auftakt: „Ich bin auf dem richtigen Weg.“