Zverev klagt: „Dadurch kommen die Verletzungen“
Der bei den US Open topgesetzte Alexander Zverev hat die Bälle im Profi-Tennis kritisiert und sieht einen Zusammenhang zu mehreren Verletzungen bei jungen Topspielern. „Die Bälle sind einfach ein bisschen toter geworden, man muss mehr auf den Ball draufhacken, damit der Ball irgendwo hingeht“, sagte der French-Open-Sieger. „Dadurch kommen die ganzen Handgelenks-, Ellenbogenverletzungen und Armprobleme.“
Beim am Sonntag beginnenden letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres kehrt der Spanier Carlos Alcaraz nach einer mehr als viermonatigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung zurück. Der frühere britische Weltranglistenvierte Jack Draper muss für das New Yorker Turnier wegen einer Knochenprellung im linken Arm passen. „Ich glaube immer noch, es hängt viel mit dem Belag und den Bällen zusammen“, sagte Zverev.
Schon seit mehreren Jahren gibt es Klagen der Profis über die Bälle, die aus ihrer Sicht langsamer geworden sind. Mehrfach forderten Topspieler ein einheitliches Spielgerät. In der Wahl der Ballmarke sind die Organisatoren der Turniere frei, sie dürfen einzelne Deals mit den Herstellern aushandeln.
Alcaraz: „Es ist schwierig gewesen“
Seinen eigenen körperlichen Zustand bewertete Zverev vor dem Erstrundenmatch gegen den Italiener Lorenzo Sonego als „okay“: „Ich habe keine großen Beschwerden.“ Nach dem verlorenen Wimbledon-Finale gegen den in New York wegen Knieproblemen fehlenden Italiener Jannik Sinner hatte Zverev einen schlechten Start in die Hartplatz-Saison in Nordamerika erwischt. In Montreal und Cincinnati gewann er nur gesamt zwei Partien. Zverev: „Ich bin glücklich mit den Fortschritten, die ich die letzten Wochen gemacht habe.“
Alcaraz gab an, dass der erste Monat seiner Verletzungspause für ihn sehr hart gewesen sei. „Aber ich habe auch die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden genossen, daheim zu sein.“ Das Training ohne genaues Rückkehrdatum wieder aufzunehmen, sei „wirklich schwierig“ gewesen. „Ich habe nicht gewusst, wird es sich für Cincinnati ausgehen, oder für die US Open, oder werde ich den ganzen ‘American Swing‘ verpassen.“ Nun sei er aber bereit, meinte der Titelverteidiger. Er vervollständigte heuer in Melbourne seinen Karriere-Grand-Slam.
Sinner wünschte der Iberer nur das Beste. „Wir sehen einander nun für sechs oder sieben Monate nicht, eine wirklich schräge Situation. Hoffentlich erholt er sich schnell und ich sehe ihn bald wieder auf höchstem Level auf dem Court.“