Das Drama nimmt noch kein Ende! Nach dem Zwangsabstieg in die 4. Liga kündigte der TSV 1860 München den Kooperationsvertrag mit dem umstrittenen Investor Hasan Ismaik. Über 15 Jahre hinweg hatte dieser rund 80 Millionen Euro in den Kultklub gepumpt.
Ausgelöst hatte die Eskalation Ismaik selbst. Der 48-Jährige hatte zuvor angekündigt, kein weiteres Geld mehr in den Verein investieren und diesen auch nicht vor einer möglichen Insolvenz retten zu wollen. „Ich glaube, mittlerweile ist allen klar, dass es keine Lösung sein kann, Jahr für Jahr einfach nur neues Geld zur Verfügung zu stellen“, sagte Ismaik der „Süddeutschen Zeitung“. Die eigentliche Frage sei, „wie der Verein eine stabile Zukunft aufbauen will, die nicht jede Saison von Notfallfinanzierungen abhängig ist.“
2,7 Millionen Euro fehlen
Der Rückzug hat unmittelbare finanzielle Folgen. Hauptsponsor „Die Bayerische“ machte nach dem Lizenzentzug von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch. Medienberichten zufolge fehlen dem Klub dadurch rund 2,7 Millionen Euro – jene Summe, die für die Lizenz in der 3. Liga benötigt worden wäre.
Das Startrecht für die Regionalliga Bayern ist allerdings gesichert. „Dem TSV München von 1860 e.V. liegt bereits die Zulassung des Bayerischen Fußballverbandes für die Regionalliga Bayern vor“, heißt es in der Mitteilung des Vereins.
Neue Geldgeber gesucht, Kaderumbau, ...
Die größte Herausforderung bleibt nun die Finanzierung. Laut „Abendzeitung“ hoffen die Münchner darauf, Investoren und Sponsoren zu gewinnen, die wegen Ismaik bislang nicht zum Zug gekommen waren.
Auch im Kader gibt es erste positive Signale. Stürmer Florian Niederlechner soll laut Bericht Interesse bekundet haben, dem Traditionsverein auch in der Regionalliga treu zu bleiben.