45 Jahre bis zur Pension: NEOS begrüßen Diskussion
Mitten in der politischen Sommerpause ist die Debatte um die Verschiebung des Pensionsantrittsalters von Neuem entfacht. Nach einem Vorstoß des Tiroler ÖVP-Landeshauptmanns Anton Mattle spricht sich nun auch der in Tirol aufgewachsene NEOS-Klubobmann Yannick Shetty für Änderungen aus.
Neue Bewegung in der alten Debatte um die Verschiebung des Pensionsantrittsalters. Yannick Shetty, Klubobmann der NEOS, stellt sich hinter den Vorstoß von Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) – und legt nach. Mattle hatte – wie berichtet – dafür plädiert, dass man frühestens mit 65 in Pension gehen können soll. Die Bedingung: mindestens 45 Arbeitsjahre.
Wer sie nicht vorweisen kann, müsste länger arbeiten. Betreuungszeiten für Eltern will der Tiroler Landeshauptmann im Fall der Fälle anrechnen. Einen zumindest sehr ähnlichen Vorstoß hatte zuvor schon Seniorenbund-Obfrau Ingrid Korosec gewagt.
ÖVP-Länder zögern, SPÖ lehnt ab
In den anderen ÖVP-Ländern und Bünden ist man bei dem Thema aber noch zurückhaltender. Die SPÖ winkte stets ab: „Hackln bis 70 wird es mit der SPÖ nicht geben“, stellte Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim klar. Auch AK-Präsidentin Renate Anderl gab sich ablehnend.
Shetty sieht das anders. Der pinke Klubchef begrüßt die plötzlich so offene Debatte in der ÖVP und macht selbst Tempo. „Ein Pensionssystem ist nur so verlässlich, wie es langfristig finanzierbar ist. Klar ist auch: Unser derzeitiges System ist das nicht“, so Shetty. Die Richtung sei vorgegeben: „Die Demografie kennt nur eine Richtung: Immer weniger junge Menschen werden in den kommenden Jahren immer mehr Pensionen finanzieren müssen.“