Jürgen Klopp in verbaler Hochform! Für ein weiteres Bonmot des deutschen TV-Experten musste nach Deutschlands WM-Aus diesmal kurz Arsenal London herhalten.
Es ging um das VAR-Drama. Jonathan hatte in der Verlängerung gegen Paraguay schon den vermeintlichen Siegestreffer für Deutschland erzielt. Gefühlt jubelte nicht nur die Mannschaft, sondern die ganze Nation. Bis sich der VAR einschaltete – und in der Entstehung ein Stürmerfoul von Waldemar Anton an Paraguay-Goalie Orlando Gill gesehen haben will. Kein Tor! Es bleibt beim 1:1.
Arsenal wäre nicht Meister
Für viele unverständlich. Deutschlands Bundestrainer spricht gar von einem „Vollskandal“. Jürgen Klopp, während der WM für MagentaTV als Experte im Einsatz, geht‘s etwas subtiler an. Und gefinkelter. „Wenn das ein Foul ist, dann wäre Arsenal nicht englischer Meister geworden“, scherzt der Kult-Trainer: „Die haben 60 Prozent ihrer Tore so geschossen.“
„Mir fehlen die Worte“
Ob die kolportierten 60 Prozent einer wissenschaftlichen Überprüfung standhielten, sei dahingestellt. Jedenfalls ist Klopp (neben Nagelsmann) nicht der Einzige, der die VAR-Entscheidung nicht nachvollziehen kann. Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zeigt sich im ZDF fassungslos. „Mir fehlen die Worte“, schüttelte er den Kopf.
Gräfe: „Ein Witz!“
Auch ein anderer prominenter Name aus der Schiri-Szene ließ aufhorchen. Auf bild.de sprach Manuel Gräfe von einem „Witz“ – zumal Deutschlands Leon Goretzka zuvor ebenfalls im Strafraum gehalten worden war und es dafür keinen Elfmeter gab. Auch das „strafbare Handspiel“ nach einem Schuss von Nick Woltemade führte er ins Treffen.
Aber dann noch das Tor von Tah abzuerkennen, weil Anton zuvor ein Foul begangen haben soll, sei nicht weniger als „ein Witz“. Gräfes Conclusio: „Die Paraguayer haben gemerkt: ‘Ich muss mich hinten nur hinschmeißen, dann pfeift der Schiri schon.“