Politik

Aus Weltspartag soll Weltveranlagungstag werden

Aus Weltspartag soll Weltveranlagungstag werden

Aus dem Weltspartag soll in Hinkunft ein nationaler Weltveranlagungstag werden – zumindest wenn es nach der ÖVP geht. Möglich werden soll das auch durch das am Freitag in Begutachtung geschickte Zukunftsdepot. 

Hammer raus, Sparschwein auf? Die Bundesregierung will die Österreicher vom Sparbuch an die Börse locken. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) gibt das große Ziel vor: „Ich will, dass Österreich zu einem Land der Eigentümer wird.“ Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) legt nach: Aus dem heutigen Weltspartag soll alsbald ein „Weltveranlagungstag“ werden.

Davon ist man zumindest aktuell noch weit entfernt. 79 Prozent der Österreicher sparen auf Sparbuch oder Sparkonto, nur 31 Prozent investieren in Wertpapiere. Die Eigentumsquote ist laut Wiener Städtische auf rund 47 Prozent gesunken.

Zukunftsdepot soll helfen
Bei den Jungen klaffen Traum und Wirklichkeit besonders stark auseinander: Acht von zehn wünschen sich laut Ö3-Jugendstudie ein Eigenheim, aber nur 41 Prozent glauben, dass sie es sich in den nächsten zehn Jahren leisten können. Gespart wird schon im Kinderzimmer, und zwar ganz klassisch. 82 Prozent der Kinder legen laut Durchblicker-Studie einen Teil ihres Taschengelds zurück, am liebsten im Sparschwein. Das Zukunftsdepot soll Abhilfe schaffen.

Opa Stocker will Aufstiegsversprechen erfüllen
Stocker, selbst bekanntlich ja Opa geworden, will damit „das Aufstiegsversprechen für die nächste Generation wieder einlösen“. Pro Kind dürfen bis zu 5000 Euro im Jahr eingezahlt werden, bis zum 18. Geburtstag fällt keine Kapitalertragsteuer an. Für Kinder, die ab 2027 geboren werden, gibt es 500 Euro Startguthaben vom Staat.

Die Rechnung aus dem Kanzleramt: Wer 150 Euro im Monat einzahlt, hat für sein Kind zum 18. Geburtstag rund 63.000 Euro beisammen und erspart sich 8500 Euro Steuer. „So werden wir den Weltspartag zum Weltveranlagungstag machen“, sagt Eibinger-Miedl zur, „Krone“. Ob die Börse 18 Jahre lang mitspielt, steht allerdings in keinem Regierungspapier. Das Sparschwein wird es verkraften. Für seine Rendite war es ohnehin nie bekannt.

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