Neue Rohdiamanten und frischer Ärger bei der Wiener Austria – eine Kolumne von „Krone“-Reporter Alexander Hofstetter.
An seiner (ehrenamtlichen) Rolle als Austria-Präsident ändert das nichts. Aber „hauptberuflich“ bricht Kurt Gollowitzer in neue Gewässer auf, verstärkt ab 1. September das Führungsteam der Superfund Holding AG.
Davor hofft Gollowitzer morgen auf das Europacup-Wunder gegen Braga. „Das wird mega-schwer. Um es zu schaffen, muss wirklich alles passen.“ Die junge Truppe ins Schaufenster einer europäischen Gruppenphase zu stellen, wäre für Violett ein Jackpot in allen Bereichen. Dann würden sich die Marktwerte von Vasilje Markovic, Sanel Saljic & Co. noch einmal markant erhöhen. „Wir haben jede Menge Rohdiamanten. Und es kommen von den Young Violets schon die nächsten“, ist Gollowitzer stolz, „dass wir aus der Not eine Tugend gemacht haben“.
Im Geld schwimmt die Austria natürlich nach wie vor nicht. Die existenzbedrohenden Zeiten, in denen man um Millimeter am Totalabsturz in den Amateurfußball vorbeischrammte, sollten aber vorbei sein. Mit 30. Juni wies man erstmals seit vielen Jahren wieder (sogar siebenstellige) Gewinne aus. Um die Vertragsverlängerung von Finanzvorstand Harald Zagiczek geht es morgen in der Aufsichtsratssitzung. Es riecht nach frischem Ärger, denn nach Ansicht der Investoren rund um Jürgen Werner haben diese vertraglich ein Veto-Recht gegen die Zagiczek-Verlängerung.