Kultur

Bach trifft KI: kühne Idee mit Stolperstein

Bach trifft KI: kühne Idee mit Stolperstein

Gewagter Spagat bei den Donaufestwochen in Grein – die Premiere der Oper „Sophia – der Preis der Freiheit“. Es geht um den Launch einer allwissenden KI. Das Stück begeistert, auch die Umsetzung ist absolut gelungen – und dennoch gab es einen irritierenden Stolperstein.

Intendant Johannes Hiemetsberger bewahrt in seiner ersten Spielsaison die Operntradition der Donaufestwochen, setzt zugleich aber einen radikal modernen Kontrapunkt. Mit dem Musikspiel „Sophia – Der Preis der Freiheit“ soll Bachs Musik zum Resonanzraum für die großen Fragen der heutigen Zeit werden. Hiemetsberger dirigiert das L’Orfeo Barockorchester souverän.

Schlüssige Musik
Den kompositorischen Kraftakt meistert Saskia Bladt exzellent. Ohne Bachs Musik zu verändern, überlagert sie für Übergänge Versatzstücke aus Bach-Werken, fügt sie schlüssig neu zusammen und schafft so spannende Verbindungen. „Jauchzet, frohlocket“ aus Bachs Weihnachtsoratorium dient dem CEO eines KI-Konzerns als Leitsatz. Die Motette „Fürchte dich nicht“ steht für die KI selbst.

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