Bericht enthüllt: US-Raketenvorrat arg geschrumpft
Die Abfangraketen-Arsenale der USA schwinden im Krieg gegen den Iran dahin. Das war offenbar der Grund, warum Trump den geplanten Großangriff am Wochenende abblies, berichtet CNN. Kriegsminister Pete Hegseth stellt das in Abrede und wütet gegen den US-Sender.
Der Krieg gegen den Iran ist eine wahre Materialschlacht. Das wird selbst für die hochgerüsteten USA ein Problem. Hochrangige Offiziere warnen, dass die Munitionsvorräte des Pentagon „gefährlich niedrig“ sind, berichtet CNN unter Berufung auf mehrere Insider.
Nur ein Fünftel an THAAD-Raketen übrig
Experten schätzen, dass die USA vor Kriegsbeginn Ende Februar rund 2200 Patriot-Abwehrraketen im Arsenal hatten. Die Hälfte davon sei laut den Insidern nun verschossen. Für das wichtige Luftabwehrsystem THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) ist demnach sogar 80 Prozent der Munition dahin: Von den 452 vorrätigen Raketen seien nur noch etwa 90 Stück übrig. Auch an Angriffswaffen mangelt es: Die USA hätten „praktisch alle“ ihre Kurzstreckenraketen der Typen ATACMS und PrSM aufgebraucht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Weißes Haus: „Mehr als genug Munition“
Die US-Regierung stellt in Abrede, dass es an Abwehrraketen mangelt. „Das US-Militär ist das stärkste der Welt und hat alles, was es braucht, um Einsätze nach dem Willen des Präsidenten durchzuführen“, hieß es aus dem Pentagon gegenüber CNN. Anna Kelly, Sprecherin des Weißen Hauses, erklärte, man habe „mehr als genug Munition, um alle strategischen Ziele von Präsident Trump und noch mehr zu erreichen“.
Großangriff aus Sorge vor Gegenschlägen abgesagt?
Allerdings dürften die schrumpfenden Waffenvorräte ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass US-Präsident Donald Trump einen für das Wochenende geplanten Großangriff absagte. Denn US-Verbündete im Nahen Osten, die abhängig von US-Luftabwehrsystemen sind, hatten Sorge geäußert, iranische Vergeltungsschläge aus Munitionsmangel nicht abwehren zu können.
„Angriffe können nach hinten losgehen“
„Der Mangel an Abfangraketen bedeutet, dass konventionelle Angriffe nach hinten losgehen können“, zitiert CNN einen Insider. Denn als Antwort könnten Kampfdrohnen in großer Zahl geschickt werden, die dann die Luftabwehr durchdringen. Insbesondere die arabischen Golfstaaten bekamen in den vergangenen Monaten immer wieder die Gegenschläge Teherans zu spüren, wenn Trump entschied, den Krieg eskalieren zu lassen. Derweilen stehen die Zeichen darauf, dass es eine diplomatische Lösung geben könnte.
„Hassen Medien noch nicht genug“
Erbost reagierte US-Kriegsminister Pete Hegseth auf den Bericht des US-Senders. Der sei „nicht wahr“, schrieb er auf X. Ganz im Stil seines Chefs, der routinemäßig unabhängige Medien angreift, setzte Hegseth hinzu: „Wir hassen die Fake-News-Medien noch nicht genug.“