Für Bogdan Grad ging es in seinem vierten UFC-Kampf in Belgrad um alles! Der Grazer Fighter holte sich zwar ein blutiges Cut ab, durfte am Ende aber endlich wieder jubeln. Nur sein Gegner verstand die Welt nicht mehr.
27 Sekunden waren in der zweiten Runde noch auf der Uhr, als der Ringrichter den Kampf zwischen Bogdan Grad und Dennis Buzukja abbrach und den 30-jährigen Fighter aus dem Grazer Gym der Ettl-Brüder zum Sieger erklärte.
„ich fühle mich großartig, ich fühle mich wunderbar“, richtete Grad danach der vollen Halle in Belgrad im Siegerinterview aus, obwohl ein tiefes Cut am rechten Auge klaffte. Aber die Freude über den zweiten Sieg in der milliardenschweren UFC überwog - weil es ein wichtiger Sieg war in Grads viertem und letztem Kampf seines Einstiegs-Vertrags. Mit einer weiteren Niederlage wäre der Traum vom Verbleib in der Kampfsport-Liga wohl ausgeträumt gewesen.
Hat er oder hat er nicht?
Der unterlegene Buzukja verstand im Moment der Niederlage aber die Welt nicht mehr: Der Ringrichter hatte abgebrochen, weil er ein Abklopfen des in Grads Klammergriff hängenden Amerikaners gesehen hatte. Was Buzukja nachträglich leugnete.
Grad zeigte sich als fairer Sieger: „Ich habe es (das Abklopfen) nicht gespürt, aber die Ringrichter hier sind Profis und ich vertraue ihnen.“ Wie es nun mit seiner Karriere in der UFC weitergeht, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Seine Visitenkarte hat der Grazer Fighter in Belgrad jedenfalls abgegeben. So richtete er beim Gang zurück in die Kabine den Fans aus: „Ich bin nicht hier, um zu kuscheln. Ich bin hier, um Leuten weh zu tun. Ich werde in dieser Organisation bleiben. Ich werde alles in meiner Macht stehende dafür tun!“