Die ÖVP-Frauen brauchen eine neue Vorsitzende. Denn Juliane Bogner-Strauß zieht sich als Frauenchefin zurück. Die stellvertretende Bundesleiterin Margreth Falkner übernimmt das Amt interimistisch.
Die assoziierte Universitätsprofessorin an der Technischen Universität Graz will sich gemäß eigenen Angaben künftig wieder stärker ihrer wissenschaftlichen Arbeit widmen. Ihr Mandat im Nationalrat behält die frühere Ministerin und Landesrätin.
„Maßnahmen zum Schutz von Frauen durchgesetzt“
Zu ihren Erfolgen zählt sie die Anhebung der Frauenquote in Aufsichtsräten und die Durchsetzung vieler weiterer Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt. Die acht Jahre in ihrem Amt hätten gezeigt, wie viel Frauen gemeinsam erreichen könnten.
Seit ihrer Wahl zur Bundesleiterin 2018 setzte Bogner-Strauß Schwerpunkte in den Bereichen Gewaltschutz, Gleichstellung, wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und Frauengesundheit.
Interimistische Chefin: „Gibt viel zu tun“
Die stellvertretende Bundesleiterin Margreth Falkner wurde interimistisch mit den Agenden der Bundesleitung betraut. Gemeinsam mit dem Bundesvorstand bereitet sie einen geregelten Übergang vor. „Die Themen sind da, es gibt viel zu tun. Pensionssplitting, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in Fragen der Altersvorsorge und vor allem beim Schutz vor Gewalt.“, so Falkner.
Deshalb sei es ihr wichtig, dass die ÖVP Frauen schnell eine neue Bundesleiterin wählen, die „diese wichtigen Aufgaben mit Tatkraft und Energie übernimmt“, so die interimistische Frauenchefin.