Kultur

Das Ronacher schließen: Jetzt Grüne gegen Grüne

Das Ronacher schließen: Jetzt Grüne gegen Grüne

Die grüne Gemeinderätin Ursula Berner hat wirre Schließungsfantasien und will das erfolgreiche Ronacher als Musicalstandort aufgeben. Jetzt widerspricht sogar der eigene grüne Parteifreund.

Der Vorschlag der grünen Gemeinderätin Ursula Berner, das Ronacher als Musicalbühne zu schließen, hat für enorme Aufregung gesorgt. Schließlich ist es eines der erfolgreichsten und best ausgelasteten Theater der Stadt. Sie hatte vorgeschlagen, das Schmuckstück der Vereinigten Bühnen für andere Produktionen, etwa Kabaretts, zu vermieten. Nach dem „Krone“-Bericht musste Berner von ihrer Partei zurückgepfiffen werden.

„Eher mehr als weniger Musicalbühnen“
Jetzt legt Parteifreund und Gemeinderatskollege Hans Arsenovic nach und stellt sich klar gegen einen Abbau des Musicalangebots. „Wien braucht Kultur und braucht auch ausreichend Spielstätten. Ich bin überzeugt davon, dass die Stadt keinesfalls zu viele Musicalhäuser hat“, so der zweite Kultursprecher der Ökos.

Doch damit nicht genug: Der Grüne würde sich sogar mehr statt weniger Musicalbühnen wünschen. Gemeinsam besuchten sie kürzlich die Premiere von „Die Schöne und das Biest“ im Raimund Theater.

Nach langem Schweigen hat sich nun auch die Wien Holding zu Wort gemeldet. „Mit rund 250.000 Besuchern pro Jahr wird das Ronacher höchst erfolgreich bespielt“, heißt es trocken zur „Krone“. Auf die kruden Schließungsfantasien wird nicht einmal reagiert.

Nur so viel: „Die Nachfrage und das ungebrochene Interesse unseres Publikums aus Wien, den Bundesländern und dem Ausland bestätigen, dass die VBW ein höchst gefragtes Musiktheater-Angebot für Wien bieten.“ Die Budgetverhandlungen laufen noch, auch der weitere Musicalspielplan wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

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