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Der Iran ernannte neuen Verteidigungsminister

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Der Iran hat einen Rüstungsexperten als neuen Verteidigungsminister bekommen. Mehrdad Akhlaqi Ketabchi (68) folgt auf den früheren Minister Aziz Nasirzadeh, der im Februar bei dem US-israelischen Krieg gegen den Iran getötet wurde. Kurz nach seiner Ernennung richtete der Verteidigungsminister gleich Drohungen an die USA.

Donald Trump (US-Präsident, Anm.) solle sich darauf konzentrieren, seine Truppen sicher aus der Region abzuziehen, sagte Akhlaqi Ketabchi. „Wenn er eine einzige Bombe abwirft, wird er sehen, wie viele seiner Soldaten die Region in waagerechter Position verlassen müssen.“ Damit reagierte der Minister auf einen CNN-Bericht, laut dem die Vereinigten Staaten Angriffspläne gegen iranische Energie- und Atomanlagen entwickelt hätten. Diese könnten den Einsatz der größten nicht nuklearen Bombe im US-Arsenal beinhalten.

Die Drohungen des neuen Ministers stehen im Kontrast zu diplomatischen Signalen aus Teheran. Irans Außenminister Abbas Araqchi sagte am Sonntag, dass die Straße von Hormuz innerhalb von sieben Tagen wieder geöffnet werden könne. Die Führung des Landes prüfe derzeit eine Antwort aus Washington. Zu den iranischen Bedingungen für Frieden gehören ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen sowie der Sanktionen gegen die Ölexporte des Landes. Das Weiße Haus fordert eine deutliche Reduktion der iranischen Uran-Anreicherung.

Hier sehen Sie ein Foto von dem neuen Verteidigungsminister:

Das wirft die EU dem Minister vor
Die Ernennung Akhlaqi Ketabchis beendet eine monatelange Hängepartie an der Spitze des iranischen Verteidigungsministeriums. Zuvor hatte ein General der Revolutionsgarden, Majid Ebn Al-Reza, das Amt in der Krisenzeit kommissarisch geführt. Der neue Minister leitete unter anderem die staatliche Luftfahrtindustrieorganisation (AIO), die an der Entwicklung und Produktion von Raketensystemen beteiligt ist. Er ist mit internationalen Sanktionen belegt. Die EU wirft ihm etwa vor, an der Beschaffung verbotener Güter sowie an Technologien zur Unterstützung des iranischen Nuklearprogramms beteiligt gewesen zu sein. Auch die UNO und die USA hatten Sanktionen gegen ihn verhängt.

Die Modernisierung des Raketenprogramms hat für Teheran hohe Priorität. Die Staatsführung setzt seit Jahren auf die Produktion ballistischer Raketen, um andere Länder militärisch abzuschrecken. Auch im Krieg gegen Israel und die USA wurden vor allem Raketen eingesetzt.