Diese Frau soll Schweden vor Neuwahlen bewahren
Nachdem die sozialdemokratische Wahlsiegerin Magdalena Andersson mehrfach mit einer Regierungsbildung gescheitert ist, versucht nun die Vorsitzende der Zentrumspartei Elisabeth Thand Ringqvist die Hängepartie in Schweden zu retten und das skandinavische Land vor einer Neuwahl zu retten.
Die Zentrumspartei hatte als Teil eines oppositionellen Mitte-Links-Blocks die Parlamentswahl am 13. September knapp gewonnen. Allerdings konnten sich die vier Parteien – Grüne, Linke, Zentrumspartei und Sozialdemokraten – unter der Führung Anderssons bisher nicht auf eine mehrheitsfähige Regierung einigen.
Andersson soll dennoch Regierungschefin werden
Sie werde versuchen, eine Regierung unter Beteiligung der Zentrumspartei, der Sozialdemokraten, der Grünen, der Liberalen und der Christdemokraten bis 26. Oktober zu bilden, sagte die Zentrumschefin in schwedischen Medien. Als „wahrscheinlichste“ Kandidatin für die Ministerpräsidentin dieser Koalition sehe sie dabei die Sozialdemokratin Andersson. Eine Regierungszusammenarbeit mit den rechtspopulistischen Schwedendemokraten schließt die Zentrumspartei ebenso aus, wie Ministerposten für die Linkspartei.
Parlamentspräsident hat noch drei Versuche
Der Parlamentspräsident hat insgesamt vier Versuche, einen Kandidaten oder eine Kandidatin für das Amt des Regierungschefs zur Abstimmung im Parlament vorzuschlagen. Scheitert der vierte Versuch, muss eine Neuwahl angesetzt werden. In der vergangenen Woche hat das Parlament der Sozialdemokratin Andersson bei einer ersten Abstimmung das Amt der Ministerpräsidentin verweigert.