Politik

Dieser Flüchtlings-Ansturm kann kein Zufall sein

Dieser Flüchtlings-Ansturm kann kein Zufall sein

Wenn fast 50.000 Menschen innerhalb kürzester Zeit eine Hochsicherheitsgrenze wie jene der an der afrikanischen Nordküste gelegenen spanischen Exklave Ceuta überwinden, dann kann das kein Zufall sein. Schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass es im gesamten Jahr 2025 lediglich sechs Migranten gelungen ist, Ceuta zu erreichen – und in den ersten sechs Monaten dieses Jahres keinem einzigen.

Der Ansturm muss also organisiert gewesen sein. Und da kommt nur Marokko infrage, denn immer, wenn die Marokkaner im Clinch mit den Spaniern liegen, machen sie die Grenzen auf. Zuletzt im Mai 2021, als innerhalb von zwei Tagen 10.000 Menschen aus Marokko Ceuta stürmten.

Hintergrund war damals der Konflikt um die ehemals spanische Kolonie in der Westsahara, die – seit dem Abzug der Spanier – von Marokko beansprucht wird, nicht zuletzt wegen der vielen Bodenschätze. Unterstützt von Algerien und eben teilweise auch Spanien, beanspruchen die Saharauis mit ihrem militärischen Arm, der Polisario, die Unabhängigkeit. Eine von der UNO verlangte Abstimmung darüber findet aber wegen diverser Differenzen seit Jahrzehnten nicht statt.

Im Jahr 2021 öffnete Marokko die Grenzen zu Ceuta, weil Spanien einem Polisario-Führer medizinische Hilfe zukommen ließ, diesmal war Spaniens Premier Sánchez zu Besuch in Algerien – der Schutzmacht der Saharauis

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