Kriegschroniken

Drohnenabsturz: Kiew entschuldigt sich bei Litauen

Drohnenabsturz: Kiew entschuldigt sich bei Litauen

Eine am Sonntag im Nordosten Litauens abgestürzte Drohne ist nach Angaben der Regierung in Vilnius mit Sprengstoff bestückt gewesen. Mittlerweile gibt es auch keinen Zweifel daran, dass es sich um eine ukrainische Drohne gehandelt hat.

Die Drohne war Sonntagfrüh in den litauischen Luftraum eingedrungen und zu Boden gegangen. Die Explosion beschädigte nach Angaben der litauischen Behörden ein ziviles Fahrzeug. Verletzt wurde dabei niemand. Noch sei unklar, warum die Drohne explodierte, erklärte Regierungschef Mindaugas Sinkevicius am Montag. Mögliche Ursachen seien eine Fehlfunktion, Treibstoffmangel oder ein Aufprall auf den Boden oder in Bäume. Die Ukraine entschuldigte sich für den Zwischenfall.

Drohnen-Zwischenfälle am Rande des Ukraine-Krieges
Im Zuge des Ukraine-Krieges gab es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in Litauen und den beiden anderen Baltenstaaten Estland und Lettland. Wiederholt waren fehlgeleitete ukrainische Drohnen, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angreifen wollte, in den Luftraum der Baltenstaaten eingedrungen und abgestürzt. In Litauen waren in der Vergangenheit auch Drohnen russischen Fabrikats aus dem benachbarten Belarus eingeflogen.

Das polnische Verteidigungsministerium hat ebenfalls Ermittlungen eingeleitet, weil die Drohne offenbar nicht von Radargeräten des Landes erfasst worden war. Weil das Flugobjekt aus dem Schengen-Raum eingeflogen war, wurde es nicht automatisch als Gefahr registriert.

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