Ab Freitag ist es so weit – das erste Mal wird die Biedermeierstadt Baden übers Wochenende zur Metropole zeitgenössischer Kunst: 52 Künstler – vertreten durch über 40 Galerien – verwandeln die Kurstadt in eine riesige Galerie.
Für den Galeristen und Architekten Christopher Lane wird ein langgehegter Traum wahr: Von 24. bis 26. Juli wird Baden zur Bühne für zeitgenössische Kunst. Im Kurhaus, Casino und Congress Center präsentieren mehr als 40 Galerien aus aller Welt – von Berlin über Seoul bis Sydney – ihre Werke.
Zu den Höhepunkten zählen dabei eine drei Meter hohe Skulptur der brasilianischen Künstlerin Monika Kus-Picco, Grafiken von Arnulf Rainer und Hermann Nitsch sowie ein „Live-Painting“ des britisch-australischen Künstlers James Needham.
Auch der Kurpark und das Palmenhaus werden mit Skulpturen und Installationen bespielt, während Museen und Galerien im Rahmen der „art.night“ ihre Türen länger öffnen.
„Das historische Kurhaus einmal voller Kunst zu erleben, ist etwas ganz Besonderes“, sagt Lane. Die Suche nach hochkarätigen Ausstellern sei die größte Herausforderung gewesen – am Ende musste er sogar einigen Galerien absagen.
Buchpräsentation über Florentina Holzinger
Ein weiterer Höhepunkt ist die Präsentation eines Buches über Performance-Künstlerin Florentina Holzinger, deren Schaffen Autorin Elsa Okazaki acht Jahre lang begleitet hat. Holzinger vertritt Österreich im heurigen Jahr bei der Biennale in Venedig. Ob die Künstlerin auch selbst vor Ort sein wird? „Davon weiß ich nichts“, lacht er, aber man könne nie wissen ...
Mit der ersten ArtBaden soll die Kurstadt nicht nur für ein Wochenende zum internationalen Treffpunkt für Kunstliebhaber werden – ein Termin fürs nächste Jahr ist bereits fixiert.