Ex-SPÖ-Stadtvize wechselt fix zum Team Kärnten
„Intrigen und interne Machtspiele“ waren für die ehemalige Vizebürgermeisterin Angelika Hinteregger der Grund dafür, dass sie sich von der SPÖ in Spittal verabschiedet. Ihr folgte jetzt auch Gemeinderat Rudolf Rainer und kehrt den Roten den Rücken – während Hinteregger zum Team Kärnten wechselt.
„Es sind dieselben Gründe, die Angelika Hinteregger bei ihrem Austritt angegeben hatte“, erzählt Rudolf Rainer im Gespräch mit der „Krone“, nachdem er sich von den Roten in Spittal verabschiedet hat. „Ich bin freiwillig gekommen und gehe freiwillig. Wenn es nicht mehr passt, sollte man einen Schlussstrich ziehen“, so der Mandatar, der zwei Perioden für die SPÖ tätig war.
„Gewitter ist für die rote Stadtpartei gut“
Für die rote Bezirkschefin Marika Lagger-Pöllinger sei ein „solches Gewitter für die SPÖ vielleicht ganz gut“. Die Vorwürfe hingegen sind für sie nicht nachvollziehbar: „Diesen nicht wertschätzenden Umgang, der der Stadtpartei hier vorgeworfen wird, habe ich so nie wahrgenommen!“
Zum Austritt von Rainer findet Lagger-Pöllinger klare Worte: „Rudolf Rainer habe ich seit Jahren nicht mehr als SPÖ-Gemeinderat wahrgenommen. Er hat keine Politik für die SPÖ gemacht!“ Die Landesrätin vermutet hinter dem Rücktritt eine „geplante und vorbereitete Geschichte“ und spekuliert offen über einen Parteiwechsel: „Ich wünsche Rainer alles Gute im Team Kärnten.“
Hinteregger geht zu Team Kärnten
Unterdessen haben sich andere Vermutungen bereits bestätigt: Angelika Hinteregger wechselt tatsächlich zum Team Kärnten. „Am Wochenende hat es Gespräche gegeben und ich sehe eine Zukunft im Team Kärnten.“ Diese Gespräche bestätigt auch der Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer: „Angelika Hinteregger ist an mich herangetreten, es wurde intern kurz beraten. Jetzt freue ich mich auf eine Zusammenarbeit. Herzlich willkommen im Team!“
Zu einem möglichen Wechsel von Rainer sagt der Spittaler Bürgermeister: „Das hat mich persönlich überrascht. Bezüglich eines Wechsels hat es keinen Kontakt gegeben.“
Kritik an der Art des Abgangs
Kritik übt Lagger-Pöllinger abschließend an der Art des Abgangs: „Wenn man auf der einen Seite einen respektvollen Umgang einfordert, selbst aber nicht einmal den Mut besitzt, den eigenen Leuten die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, passt das nicht zusammen.“ Das Spittaler SPÖ-Dilemma könnte eine große Chance bergen: „Die Kollegen haben jetzt die Möglichkeit, ihr Team neu aufzustellen. Ich nehme hier viel Motivation wahr. Es kann wieder Ruhe einkehren.“