Die „Veilchen“ stehen vor dem Einzug ins Play-off der Conference League. Eine junge Austria-Elf setzte sich am Donnerstag im Hinspiel gegen Beitar Jerusalem mit 2:1 durch. Für Kapitän Manfred Fischer gab es ein Geburtstagsbier als Belohnung.
Bei der Austria war die Freude über den Auswärtssieg gegen den israelischen Vizemeister groß. Die Enttäuschung vom verpatzten Ligastart beim WAC (0:3) schüttelten die Wiener mit einer starken zweiten Hälfte erfolgreich ab. „Nach dem 0:3 in Wolfsberg wollten wir unbedingt eine Reaktion zeigen. In der ersten Hälfte ist es uns nicht so gut gelungen, in der zweiten Hälfte haben wir auf eine Viererkette umgestellt. Wenn wir dann wirklich ein bissl kicken, geht es eh“, analysierte Manfred Fischer.
Der Austria-Kapitän wurde an seinem 31. Geburtstag von den Youngsters Vasilije Markovic (18) und Sanel Saljic (20) mit zwei sehenswerten Toren beschenkt. Nach dem Schlusspfiff erhielt Fischer von den mitgereisten Fans ein Geburtstagsständchen. „Ein Bier darf ich mir heute genehmigen“, sagte der Steirer nach seinem 200. Pflichtspiel für die Austria im Vereins-TV und grinste. Er sei einfach stolz auf die Truppe. „Seit Jahren machen wir sehr viel aus unseren Möglichkeiten. Es ist nicht immer leicht, wir gehen oft durch tiefe Täler. Aber wir kommen immer raus, die Mannschaft lässt sich nie hängen.“
Systemumstellung bringt Erfolg
Siegtorschütze Saljic sah die Umstellung auf ein 4-2-3-1-System in der zweiten Hälfte als Hauptgrund für das erfolgreiche Comeback, nachdem die Favoritner in den ersten 45 Minuten nur wenig Zugriff gehabt hatten. „Das war wichtig für die Mannschaft und mein Selbstbewusstsein. Das ist erst der Anfang“, kündigte er an. Trainer Stephan Helm freute sich über die geglückte Talentprobe seiner jungen Schützlinge auf europäischer Bühne. „Wenn man schaut, welche Spieler auf dem Platz gestanden sind und wie sie sich geschlagen haben, ist das teilweise schon eine echte Freude.“
Im Rückspiel am Donnerstag (20.30 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) soll der Vorsprung über die Zeit gebracht werden. „Ich denke, dass sich nicht so viel verändert hat“, sagte Helm mit Blick auf die Ausgangsposition. „Wir werden wieder eine Topleistung brauchen und wieder an unsere Grenze gehen müssen. Dann ist es möglich, dass wir es schaffen.“ Fischer sah es nüchtern. Der Sieg bedeute für das Retourmatch gar nichts. „Es wird ein sehr enges Spiel. Ich hoffe, dass wir es so angehen werden wie in der zweiten Halbzeit. Mit der Energie und Ruhe am Ball.“ Im Play-off würde entweder Sporting Braga oder Dinamo Minsk warten, die favorisierten Portugiesen gewannen das Hinspiel zu Hause 1:0.