Politik

So treiben sie Republik und ORF in blaue Hände

So treiben sie Republik und ORF in blaue Hände

Der ORF – ein Intrigantenstadl der Extraklasse, viele sagen, das sei ein Saustall übelsten Ausmaßes.

Um zu diesem Schluss zu gelangen, hätte es der neuen schwerwiegenden Vorwürfe gegen Stiftungsratschef Heinz Lederer gar nicht mehr bedurft. Gegen diesen wird nun, wie die „Krone“ berichtete, wegen des Verdachts der schweren Nötigung von der Staatsanwaltschaft ermittelt.

Das muss man sich einmal vorstellen: Das ist jener Mann, der für Korrektheit und Sauberkeit im ORF entscheidend zu sorgen hätte, der Vorsitzende des Aufsichtsgremiums des öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens, der schon eine lange Reihe an Vorwürfen am Hals hat, dem Interventionen und mehr als zwielichtige Verquickungen seiner Privatgeschäfte mit der Funktion im ORF vorgeworfen werden.

Der rote Lederer ist wie sein türkiser Stellvertreter von der Bundesregierung nominiert. Seit dem ersten Auftauchen von Vorwürfen gegen den Vorsitzenden vor vielen Wochen drücken sich der türkise Kanzler und sein roter Vize vor Konsequenzen. Da hat es bisher nicht einmal (wie in der Hitze-Frage) wenigstens zu einem Arbeitskreis gereicht.

Jetzt laufen also sogar gerichtliche Ermittlungen. Bewegen sich Stocker und Babler nun endlich? Nein.

Laut zu Wort meldet sich dafür die FPÖ, fordert Lederers Absetzung, aber vor allem einmal mehr die „Totalreform des ORF“.

Ja, ÖVP und SPÖ treiben, ohne es zu wollen, die Republik in blaue Hände. Und sie tun dasselbe mit dem ORF. Wollen sie das?

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