Politik

Warten auf Hitze-Hilfen der Regierung geht weiter

Warten auf Hitze-Hilfen der Regierung geht weiter

Nun gibt es erste Schätzungen: Die Dürre hat Österreich schon 60 Millionen Euro gekostet. Nach hitzigen Verhandlungen in der Regierung gab es vorerst einmal nur Lippenbekenntnisse. 

Die Hitzerekorde mussten erst purzeln, die Äcker, Felder, Bäche und Seen erst austrocknen, bis die Regierung vom Urlaubs- ein wenig in den Arbeitsmodus geschaltet hat. Hitzige Verhandlungen, vor allem zwischen ÖVP und SPÖ, ergaben gestern erst einmal nur Ankündigungen. Die ÖVP pochte auf rasche Hilfen für ihre Wählerklientel, die SPÖ um Finanzminister Markus Marterbauer verwies auf den strengen Budgetpfad.

Kanzler kündigt Unterstützung an
Die Kanzlerpartei hat am Ende wohl einen Hebel, die SPÖ noch etwas Geld gefunden. „Wir werden die Landwirtschaft dort unterstützen, wo das notwendig ist. Das reicht von der Aufrechterhaltung der Liquidität bis zur Kompensation der Schäden“, erklärte Kanzler Christian Stocker. Aber was heißt das konkret?

60 Millionen Euro könnten an die Bauern fließen
Nach einer Schadenserhebung, die für kommenden Montag erwartet wird, soll ein Hilfspaket geschnürt werden. Marterbauer und Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig wollen es gemeinsam präsentieren. Laut „Krone“-Informationen dürften die Schäden derzeit schon rund 60 Millionen Euro betragen. So hoch soll auch das Hilfspaket ausfallen, es entspricht damit etwa den Zahlungen im Dürrejahr 2018.

Im Finanzministerium geht man auf Anfrage der „Krone“ davon aus, dass etwaige Gelder aus dem jeweiligen Ressort durch „Umschichtungen“ beglichen werden.

Für Letztere machte sich auch Peter Vorhofer, Österreichs Sicherheitsberater, stark. Im neuen Lagebild der Arbeitsgruppe unter seiner Leitung gab es gestern nämlich die nächsten düsteren Prognosen. Sämtliche Wettermodelle würden zeigen, dass sich auch im Laufe des Jahres keine Entspannung bezüglich Temperaturen und Niederschlägen anbahne. Einzig der November dürfte hier noch ein Ausreißer werden, so Vorhofer.

Sorgen um die Trinkwasserversorgung müsse man sich laut Vorhofer zwar nicht machen. „Punktuelle Engpässe“ in Gemeinden seien aber nicht auszuschließen, wassersparende Maßnahmen daher das Gebot der Stunde.

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