Jedes Häferl ein Unikat: Die Gmundner Keramik ist eine der traditionsreichsten Manufakturen in Österreich. Nun geht man eine Partnerschaft mit einer Werkstatt ein, die von Kevin Scott – Technologiemanager bei Microsoft – gegründet wurde. Die gemeinsame Vision: Digitale Technologie trifft Handwerk.
Die Töpferkunst, die bei Gmundner Keramik bis heute hochgehalten wird, zählt zum großen Traditionshandwerk. Die typischen Muster, etwa das „Grüngeflammte“, die von Hand gemalt werden, zählen sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Keramikprodukte sind weltweit gefragt. Doch nun fügt man der Firmengeschichte ein neues Kapitel hinzu.
Eigentümer Markus Friesacher unterzeichnete mit Microsoft-Manager Kevin Scott, Gründer von „Behind the Tech Labs“, eine Kooperationsvereinbarung. Damit wird in Zukunft digitale Technologie, inklusive Künstliche Intelligenz u.a. bei der Qualitätssicherung eine Rolle spielen.
Kunstprojekte als Teststrecke
Außerdem will man mit dem Dialog von Technologie und Handwerk Projekte in Schulen oder Diplomarbeiten in dem Bereich forcieren. Man denkt auch an „Tech Days“ und Kunst- und Kulturprojekte. Ein erstes Gemeinschaftsprojekt mit Kunstschaffenden wurde bereits präsentiert.
Microsoft-Chef töpfert selbst gerne
Scott ist eine Führungspersönlichkeit bei Microsoft, das „Behind the Tech Lab“ ist aber ein davon unabhängiges Werkstatt-Studio. Und bei seinem Besuch in Gmunden verriet er: „Keramik fasziniert mich seit Jahren - ich töpfere selbst. Hier darf ich diese Leidenschaft mit Technologie verbinden und vor allem junge Menschen auf ihrem Weg begleiten.“
Und Friesacher betonte: „Wir verbinden bei Gmundner Keramik jahrhundertealtes Handwerk mit modernster Technologie. So bleiben wir – ganz im Sinnen des Rennsports – auf der Überholspur und sichern den Standort für die nächste Generation.“