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Großes Kandidaten-Raten im Poker um die Hofburg

· Politics

Im Jahr 2028 wird der Nachfolger von Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen gewählt. Bislang entpuppt sich die Kandidatensuche in den Parteien als Schneckenrennen. Wer fix antreten will, wer zumindest Interesse zeigt.  

Der Startschuss im Rennen um die Hofburg ist gefallen, nur das Starterfeld fehlt noch. Mit Hans Niessl hat sich bisher ein einziger Läufer fix gemeldet. Ob ihn die SPÖ unterstützt ist noch mehr als fraglich. Unumstritten ist: Alexander Van der Bellen darf nach zwölf Jahren nicht mehr antreten.

Kryptische Ankündigung
Mit einer kryptischen Ankündigung hat Christian Wehrschütz (65) nun ein Gerücht befeuert, das sich seit zwei Jahren hartnäckig hält. Es werde am letzten Tag seiner Tätigkeit als ORF-Kriegsreporter noch „eine große Überraschung“ geben, erklärte er im „Krone“-Sonntagsinterview. „Es hat mit der Hofburg überhaupt nichts zu tun“, winkt Wehrschütz aber ab. Gemeint sei sein heute erscheinendes Buch „Heimkehr“. Ein QR-Code führe von dort zu einem Video der Band „Unheilig“, das mit Sequenzen von Wehrschütz unterlegt ist.

Das Gerücht hat trotzdem Substanz. Die Politik komme in seiner Lebensplanung aktuell nicht vor, sagte der ORF-Hausdegen vor sieben Monaten. Und was wäre, wenn doch jemand auf ihn zukommen sollte? „Dann wird sich der Familienrat zusammensetzen und gemeinsam darüber beraten“.

Prominente Namen gehandelt
Auch das restliche Starterfeld bleibt unklar. Bei der SPÖ ist fraglich, ob Gerhard Zeiler, Doris Bures, oder Kärntens Ex-Landeschef Peter Kaiser Ambitionen zeigen. Die frühere grüne Justizministerin Alma Zadić ließ einen Antritt im „Standard“-Podcast „Inside Austria“ offen. Man habe darüber „noch nicht gesprochen“. Ein Nein klingt anders. Bei den NEOS steht nur fest, wer nicht antritt: Irmgard Griss will kein zweites Mal. Bei Ex-Parteichef Matthias Strolz ist die Tür zumindest nicht zu. Und die ÖVP? Gehandelt werden neben Othmar Karas und Salzburgs Ex-Landeshauptmann Wilfried Haslauer auch Ex-Außenminister wie Alexander Schallenberg und Ursula Plassnik sowie ÖFB-Präsident Josef Pröll.