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Horror-Nacht für Trump bringt hierzulande Hoffnung

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Hoffnungsvoll zeigt sich Österreichs Politik angesichts des Ausgangs der Kongresswahlen in den USA. „Demokratie lebt davon, dass Menschen mitentscheiden“, schrieb Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) auf X. Auch die anderen Parteien orteten ein „starkes Signal weit über die USA hinaus“.

Dennoch müsse Europa seine eigenen Fähigkeiten stärken, so Meinl-Reisinger weiter. „Unabhängig vom Wahlausgang gilt: Unsere Sicherheit und unser Wohlstand in Österreich und Europa dürfen nicht davon abhängen, wie die Menschen in Kansas oder in Iowa wählen“, schrieb die Außenministerin. Eine starke EU sei die beste Grundlage für eine stabile transatlantische Beziehung, so die NEOS-Politikerin: „Ich bin Transatlantikerin aus Überzeugung.“

Freude bei ÖVP, SPÖ und Grünen
Eine deutliche Mehrheit habe das System von Präsident Donald Trump abgewählt, freuten sich die ÖVP-Europaabgeordneten Reinhold Lopatka und Lukas Mandl in einer Aussendung. „Das bietet neue Chancen für Europa in den so wichtigen transatlantischen Beziehungen, die wirtschaftlich und sicherheitspolitisch weiterhin eine große Bedeutung haben“, sagte Lopatka. Auch bisher habe es viel Gutes in der Zusammenarbeit gegeben, betonte Mandl. „Darauf können wir jetzt umso mehr aufbauen.“

Andreas Schieder, SPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament, gratulierte den US-Demokraten zum Sieg. Die Wahlergebnisse seien „eine Abrechnung mit Trumps autokratischem Kurs und seiner zerstörerischen Außenpolitik der letzten Jahre“. Die Menschen seien frustriert und fühlten sich durch leere Versprechungen betrogen. Nun müsse eine Kurskorrektur eingeleitet werden, so Schieder. „Das bringt auch Hoffnung für eine künftige Wiederannäherung zwischen Europa und den USA.“

„Das ist eine massive Niederlage für Trump und ein starkes Signal weit über die USA hinaus“, frohlockte die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Meri Disoski, per Aussendung. „Es zeigt, dass die Menschen autoritärer Politik an der Wahlurne Grenzen setzen können.“ Steigende Preise und Angriffe auf die Rechtsstaatlichkeit hätten viele Amerikaner belastet. „Die Wählerinnen haben auch den Exzessen einer Politik eine Absage erteilt, in der sich wirtschaftliche und politische Macht immer stärker konzentrieren“, so Disoski.

„Der Untergang der Demokratie ist abgesagt“
„Der Untergang der Demokratie der USA ist abgesagt“, kommentierte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer, am Rande eines Pressegesprächs in Wien den Wahlausgang. „Die Extreme wurden nicht weiter gestärkt.“ Die USA seien als Zielmarkt und als Investor für Österreich weiter integral. Doch die „erratische Zollpolitik“ Trumps habe die Welt und die Alpenrepublik leiden lassen. So verlieren die USA durch Trumps Vorgehen heuer den zweiten Platz in Österreichs Exportstatistik an Italien, so IV-Chefökonom Christian Helmenstein.