Politik

Klubdirektor Norbert Nemeth unerwartet verstorben

Klubdirektor Norbert Nemeth unerwartet verstorben

Große Bestürzung herrscht bei der FPÖ nach dem völlig unerwarteten Ableben des langjährigen Klubdirektors und Kickl-Vertrauten Norbert Nemeth. Der Nationalratsabgeordnete wurde 57 Jahre alt.

„Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod trifft die gesamte freiheitliche Familie mit voller Wucht. Unter Achtung der Privatsphäre der Hinterbliebenen bitten wir um Verständnis dafür, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine darüber hinaus gehende Stellungnahme abgeben können“, heißt es in einer Stellungnahme der Partei. „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind in diesen schweren Stunden bei allen Hinterbliebenen“ teilen die Freiheitlichen weiter mit.

Wichtiger Manager im Hintergrund
Geboren 1969 in Wien, studierte Nemeth Rechtswissenschaften in Salzburg. Er arbeitete zunächst in der niederösterreichischen Landesregierung und in der Volksanwaltschaft. Innerhalb der FPÖ stieg er zu einer zentralen Schaltstelle auf: Er koordinierte die parlamentarische Arbeit, wirkte an Parteiprogrammen mit und gehörte sowohl 2017 als auch 2025 zu den Verhandlungsteams bei Regierungsverhandlungen. Seit Oktober 2024 war er zudem Abgeordneter zum Nationalrat.

Nemeths Einfluss ging aber weit über sein Nationalratsmandat hinaus. Besonders wichtig war seine Funktion als Klubdirektor: Er organisierte die parlamentarische Arbeit, koordinierte die Fachreferenten und sorgte dafür, dass die politische Linie der FPÖ über die verschiedenen Ausschüsse hinweg abgestimmt wurde. Er war damit eine Art operativer Machtmanager der Partei.

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