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Intrigen und Angriffe inmitten des roten Komas

· Politics

Als linke Parteirebellen den SPÖ-Chef in die Wüste pfiffen – das wird man in der Sozialdemokratie nicht vergessen. Wo demontiert man einen SPÖ-Parteichef am besten? Am Feiertag der Roten, am 1. Mai. So geschah es 2016 mit dem in den Augen der Partei-Linken viel zu pragmatischen Werner Faymann. Lautstark demonstrierten sie ihre Ablehnung des Parteichefs. Der ging wenig später.

Die Rebellen, das waren Typen vom Schlag eines Andreas Babler. Der sägte nicht nur an Faymann, sondern später auch an Pamela Rendi-Wagner, verhinderte den an die Spitze drängenden burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und übernahm selbst die Führung der SPÖ.

Es war kein Glücksgriff für die Partei, die in Umfragen in ungeahnte 15-Prozent-Tiefen stürzt. Faymann erreichte bei seinen letzten Nationalratswahlen noch fast das Doppelte.

Wird Babler nun also weggepfiffen? Nein, nicht zuletzt mangels großem Auftritt, bis zum 1. Mai vergehen noch sieben Monate. Nach außen herrscht eine seltsame Stille in der SPÖ, manche nennen es Totenstille. Das ist gewiss eine Übertreibung, wird doch hinter den Kulissen eifrig diskutiert, intrigiert, angegriffen und abgewehrt.

Aber dass die Roten seit Monaten im Koma liegen, das kann keiner leugnen. Dass Babler die Sozialdemokratie aus diesem Zustand nicht wird wecken können, da sind sich Freund und Feind sicher.

Aber ob das eine oder einer aus der wachsenden vermeintlichen Kandidatenschar noch kann?