Politik

Iran dementiert Berichte über neue Verhandlungen

Iran dementiert Berichte über neue Verhandlungen

Die iranische Regierung hat Berichte über neue Gespräche mit den USA in den kommenden Tagen dementiert. „In dieser Woche“ seien keine Treffen der Arbeitsgruppen geplant, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi am Montag. Im Iran endet die Woche am Freitag.

Zuvor hatten unter anderem der US-Sender CNN und das Nachrichtenportal Axios berichtet, nach gegenseitigen Angriffen hätten die Vereinigten Staaten und der Iran einen Verhandlungstermin für Dienstag in Doha vereinbart. Auch ein Stopp der Kämpfe sei vereinbart worden, hieß es. Insiderinnen und Insider hatten zudem gesagt, dass Kommunikationskanäle eingerichtet worden seien, um mögliche Zwischenfälle und damit eine erneute Eskalation wie am vergangenen Wochenende zu verhindern.

Die iranische Regierung teilte am Montag wiederum mit, dass sechs Milliarden Dollar (umgerechnet 5,26 Millionen Euro) an eingefrorenen iranischen Geldern aus Katar freigegeben würden. Dies ist Teil des Abkommens, auf das sich die USA und der Iran in diesem Monat geeinigt haben. Zudem habe man sich mit der omanischen Regierung erstmals in einem Ausschuss über die Straße von Hormuz beraten, sagte Irans Vizeaußenminister Gharibabadi. Man habe über die Souveränitätsrechte der Golf-Anrainerstaaten und über die künftige Verwaltung der Meerenge gesprochen.

Teheran und Washington hatten am 17. Juni in einem Abkommen die „unverzügliche“ Einstellung aller Kämpfe vereinbart. Zudem sagte die iranische Regierung zu, Handelsschiffen für vorerst 60 Tage eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu ermöglichen. In der Nacht auf Freitag und in der Nacht auf Samstag griff das US-Militär jedoch wieder Ziele im Iran an, was das iranische Militär mit Angriffen auf die Golfstaaten Bahrain und Kuwait beantwortete. Anlass für die neuerlichen Gefechte war nach Angaben des US-Regionalkommandos CENTCOM ein iranischer Drohnenangriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormuz.

Vielleicht verpasst