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Ist Rapid reif für den Titel? „Träumen darf man“

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Mit dem ersten Rapid-Sieg beim LASK seit Jänner 2021 baute der Leader auch die Führung aus. Kara und Joker Mbuyi trafen – und krönten die dominante Vorstellung.

Acht Spiele. Ein Viertel der Saison – und Rapid lacht nach dem 2:0 beim amtierenden Meister LASK mit drei Punkten Vorsprung auf Salzburg von der Spitze. Sind die Grünen in der aktuellen Top-Form reif für den Titel? Ercan Kara, der zum 1:0 traf: „Wichtig ist, dass wir jetzt so weitermachen. Aber ja, träumen traf man immer.“

Trainer Johannes Hoff Thorup fand vorab über den „Linz-Fluch“, wonach man in den letzten zehn Spielen beim LASK nicht gewonnen hatte: „Ich kann das schon nicht mehr hören. Wir haben jetzt ein viel besseres Team als die letzten Male.“ Und das bewies man dann eindrucksvoll.

Fast 70 Prozent Ballbesitz
Die Grünen übernahmen beim Doublesieger bald das Kommando. Waren ballsicher, physisch stark, womit man den LASK mit dem Teamsturm Kalajdzic/Lang „entschärfte“, und offensivorientiert. Nach acht Minuten die erste starke Aktion: Kara übernahm eine Bolla-Flanke volley, traf die Latte. Kurz darauf schoss Yusuf Demir, Andrade blockte. Nach 19 Minuten die nächste aussichtsreiche Hütteldorfer Chance. Kara kam nicht richtig zum Abschluss, nach erneut starkem Adamsen-Pass war Demirs Schuss aber kein Problem für Heim-Keeper Jungwirth.

Rapid war im Spitzenspiel, das seinem Namen gerecht wurde, vor vollem Haus teils sehr dominant, hatte fast 70 Prozent Ballbesitz und war dem 1:0 nahe. „Glück“ nach 39 Minuten: Ein Tor von Kalajdzic wurde nach VAR-Check ob Abseits zurückgenommen, weil Assistgeber Jörgensen mit dem Oberkörper knapp vorne war. Vor der Pause noch je zwei Chancen: Dahl forderte Jungwirth, Ex-Rapidler Lang schoss ins Außennetz.

Nach knapp einer Stunde war es aus grüner Sicht so weit: Bolla spielte zur Mitte – Kara vollendete im Nachsetzen zum 1:0 (59.). Dann ging’s auf den Zaun des mit 1900 Fans ausverkauften Gästesektors. Die beste Liga-Offensive, davor im Schnitt mit drei Treffern pro Partie und mit 12 verschiedenen Torschützen, hatte allen Grund zum Feiern. Der LASK? Wurde durch Usor, allerdings im Abseits, Jörgensen und Kalajdzic gefährlich.

Dann schlug Rapid wieder zu – Joker Mbuyi verwandelte eine Minute nach der Einwechslung eine Demir-Hereingabe mit dem ersten Ballkontakt – 2:0 (82.). Sein erstes Tor nach langer Pause ob Meniskusverletzung. Damit war es durch, durften die Hütteldorfer erstmals seit Jänner 2021 einen Sieg beim LASK feiern. „Wir waren von der ersten Minute an sehr dominant“, so Kara. „Wir haben mit Überzeugung und Selbstvertrauen gespielt, verdient gewonnen.“