Andreas Herzog coachte Israels Nationalteam für 16 Spiele – vor dem Auftakt in der Nations League spricht der „Krone“-Kolumnist über den Umbruch in der heimischen ÖFB-Elf, wieso frisches Blut kein Nachteil sein muss und was das Team am Donnerstag in Linz gegen Israel erwartet.
Ein Generationenwechsel ist nichts Neues oder Ungewöhnliches. Für viele ist es die Chance, in Sachen Verantwortung eine Stufe nach oben zu klettern – ich denke da an Xaver Schlager, Seiwald, Schmid, Lienhart oder Gregoritsch. Sie sind lange dabei, wissen, wie das „Werkl“ läuft. Dahinter wittern die Jungen ihre Chance, in freie Lücken zu schlüpfen. Das war bei mir nicht anders. Bis zur WM 1990 hatten wir Herbert Prohaska, das Um und Auf in unserem Spiel, ein Leader auf und abseits des Platzes. Als er weg war, habe ich im Zentrum mehr Verantwortung übernehmen müssen, das ist sukzessive mehr geworden. Ab 2000, als auch viele meiner Generation weggebrochen sind, habe ich mir gedacht: „Bum, jetzt bin ich aber alt.“