Schwalbe oder doch Elfmeter? Eine Szene mit Harry Kane hat in der ersten Halbzeit der WM-Sechzehntelfinal-Partie zwischen England und der Demokratischen Republik Kongo für Aufregung gesorgt. Während der Kapitän der „Three Lions“ einen Elfmeter forderte, hatte der Schiedsrichter eine gänzlich andere Meinung.
Harry Kane konnte die Welt nicht mehr verstehen. In der 43. Minute drang der Stürmer in den Strafraum der Kongolesen ein und versuchte mit einem Haken an Schlussmann Lionel Mpasi Nzau vorbeizuziehen – dabei kam der England-Kapitän zu Fall und war sich sicher, dass er einen Strafstoß zugesprochen bekommt.
Der erhoffte Pfiff zu seinen Gunsten blieb aus und Schiedsrichter Adham Mohammad zeigte stattdessen mit einer Geste, dass er eine Schwalbe des Stürmers gesehen hätte. Kane riss die Augen weit, rannte in Richtung des Jordaniers und redete anschließend energisch auf ihn ein.
VAR meldete sich
Der VAR schaute sich die Szene schließlich nochmal an und entschied: Es war keine Schwalbe von Kane, aber für einen Elfmeter reichte der Kontakt laut dem Schiedsrichter-Gespann am Ende doch nicht. Eine durchaus umstrittene Szene.
Zumal England zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:1 in Rückstand lag und ein ums andere Mal daran gescheitert war, den Ausgleich zu erzielen. „Der Kontakt am Fuß ist eindeutig. Und ich glaube auch, dass Kane den Ball noch hätte erreichen können“, analysierte Ex-Schiedsrichter Lutz Wagner gegenüber der „ARD“.
Allerdings, so der Experte, sei der Unparteiische gut positioniert gewesen, deshalb „muss man die Entscheidung einfach akzeptieren“. Und auch Kane selbst konnte die Szene schließlich hinter sich lassen und drehte mit einem Doppelpack (75. und 86. Minute) die Partie.