Medhi Benatia ist mit seinem Ex-Klub Olympique Marseille hart ins Gericht gegangen. Die Mentalität des Klubs sei „schwach“ bis „katastrophal“ gewesen, schimpfte der Marokkaner, der bis zuletzt als Sportdirektor des Ligue-1-Vereins tätig war.
„War die Mannschaft stark genug? Das sagen alle: jeden Tag! Wo wir gescheitert sind – und dafür tragen ich und die Trainer die Verantwortung – war bei der Mentalität“, so Benatia im Interview mit „France Football“.
„Tief verwurzelte Mittelmäßigkeit“
Er sei 2023 – erst als Berater, später als Sportdirektor – nach Marseille gekommen, um den Verein sportlich wieder näher an die nationale Spitze heranzuführen und zurück in die Champions League zu führen. Eine Mission, die vor allem an der Einstellung im Klub gescheitert sei. „Ich habe gefordert, dass wir das umsetzen, was ich in Italien und Deutschland gesehen habe: Disziplin in Bezug auf Lebensprinzipien und Zeitpläne.“ Die „tief verwurzelte Mittelmäßigkeit“ von Marseille habe das jedoch unmöglich gemacht, wenngleich sich der ehemalige Bayern-Profi auch selbst die Schuld gibt. „Als Sportdirektor bin ich auch dafür verantwortlich“, räumte der 39-Jährige ein.
Die Saison 2025/26 hatten die Süd-Franzosen auf Rang fünf der Ligue 1 beendet, am 28. August startet Marseille gegen Straßburg ins neue Spieljahr.