Das Klanglicht lockt heuer nicht mehr ins Grazer Zentrum, sondern in und um das Schloss Eggenberg. Heuer braucht man jedoch Tickets und ein Zeitfenster – dafür wurde die Dauer des Festivals verlängert. Bis 7. November kann man täglich von 18 bis 22 Uhr durch den nächtlichen Park streifen.
In Graz hat sich das Festival längst etabliert – auch wenn es heuer einige Neuerungen im Programm gibt. So feiert man die Rückkehr in den Park von Schloss Eggenberg, wo Klanglicht schon in der Corona-Ausgabe von 2021 begeisterte. Bespielt werden bis zum 7. November (18 bis 22 Uhr) aber nicht nur der Schlosspark, sondern auch die Barockfassade und zahlreiche Innenräume wie der prächtige Planetensaal, die Schlosskirche, der Pavillon oder das Archäologiemuseum.
Veranstalter Bernhard Rinner, der Geschäftsführer der Bühnen Graz, und Kuratorin Birgit Lill-Schnabl ermöglichen also einmal mehr magische Erlebnisse aus Klang und Licht, dafür hat Letztere mit ihrem Team 14 internationale Arbeiten zusammengetragen, die eine „Brücke von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft“ schlagen sollen.
Bekannte Licht-Künstler wie Hartung & Trenz, die gleich nach dem Eingang auf dem Weg zum Schloss mit „Räume der Zeit“ für Staunen sorgen, Inge Dick mit ihrer zarten Arbeit „jahres licht weiß“ im Planetensaal oder Heleen Blanken mit ihrem futuristisch anmutenden „Abiosis“ im Archäologiemuseum beeindrucken mit ihren Arbeiten, in denen sie sich nicht zuletzt mit dem barocken Zeit-Programm des Eggenberger Schlosses auseinandergesetzt haben.
Bezaubernd sind die „Whispering Mountains“ des Studio Eness im Hof des Schlosses, die zu Umarmungen einladen. Spannend auch Omer van Soldts „The Self at 50 Hertz“ oder das Projekt „Prism“ der FH-Joanneum auf der Picknickwiese. Daniel Rossas „Kadenzen“ befasst sich mit der Architektur des Schlosses, in dem er Sequenzen auf die Fassade projiziert und diese dekonstruiert.
Erleuchtendes im dunklen Park
Es sind allein schon durch das verzaubernde Ambiente vorgegebene, einzigartige Erlebnisse, die Klanglicht heuer garantiert. Die Tour durch den nächtlichen Park ist magisch, jedoch auch ein wenig abenteuerlich, muss man sich seinen Weg zu den weit verstreuten Kunstwerken bei spärlicher Beleuchtung durch den dunklen Park bahnen. Im Zweifelsfall also eine Taschenlampe einpacken.
Das Festival findet heuer zum ersten Mal nicht mehr bei freiem Eintritt statt – doch mit der „Krone“ erhalten alle unsere Abonnenten in Graz eine Ermäßigung in der Höhe von 9 Euro auf die Tickets (15 statt regulär 24 Euro). Diese Aktion gilt jedoch nur für die steirische Landeshauptstadt.
Erstmals auch in Wien
Warum das hier so betont wird: Klanglicht hat seine Fühler heuer erstmals auch nach Wien ausgestreckt und zeigt bis 10. Jänner 2027 leuchtende Kunstwerke im Schwarzenberggarten beim Belvedere.