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Krawall-Interview: Aussagen, die Angst machen

· Politics

„Ich sehe Bilder von Geschäften in Berlin und Frankfurt, die ihre Schaufenster mit Holzplatten schützen. Das macht mir Angst.“ Beeindruckende Worte, die eine junge Deutsche angesichts der eskalierenden Proteste mittlerweile auch in ihrem Land findet.

Sie habe, schreibt sie in sozialen Medien, die Demos ihrer Gen Z, der Generation der Jahrgänge 1995 bis 2010, gesehen und habe nun Angst vor dieser Generation. Sie präzisiert: „Angst davor, dass aus einem Tag, an dem junge Menschen gehört werden wollen, ein Abend wird, an dem andere um ihre Existenz Angst haben müssen. Ich verstehe, dass viele frustriert sind. Dass sie sich Sorgen um ihre Zukunft machen. Dass sie das Gefühl haben, niemand hört ihnen wirklich zu.“ Das große „Aber“ der jungen Psychologin: Wenn jemand einen Protest nutzen möchte, um Dinge kaputtzumachen, höre ihr Verständnis auf. Da müssten ihr doch alle beipflichten, oder?

Nein, keineswegs sind da alle der Meinung dieser jungen Frau! Denn es gibt auch hierzulande junge Leute in verantwortungsvollen Positionen, die das ganz anders sehen. Wie die Vorsitzende der Hochschülerschaft an der Grazer Karl-Franzens-Universität, die in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ Proteste in Österreich, „wie in vielen anderen Ländern“, ankündigt. Die Verantwortung für die Eskalationen in diesen Ländern, und das wären zerstörte, geplünderte Läden, abgefackelte Barrikaden, verletzte Polizisten und vieles mehr – die schiebt sie doch glatt auf Polizei und Medien.

Immerhin: Gewalt gegen Menschen lehne sie ab, sagt sie. Aber gegen Dinge? Wenn es gegen Statussymbole des Kapitalismus oder Luxusgüter gehe, könne das ein gewähltes Mittel sein, darf sie vom Interviewer unwidersprochen absondern. Ja geht’s noch? Das sagt die höchste Vertreterin der Grazer Universitäts-Studenten, übrigens eine angehende Lehrerin. Sie hätte nichts dagegen, Dinge kaputtzumachen, gibt sie von sich. Sie macht mit derart dummen Aussagen aber noch viel mehr kaputt. Und es macht Angst.

Kommen Sie gut durch den Dienstag!