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Krokodilstränen für den Zerstörer der SPÖ

· Politics

„BMW“ – das war das Codewort für die SPÖ-Sitzungen am vergangenen Sonntag. Gemeint war da nicht die deutsche Edel-Automarke, sondern etwas ganz Banales: „Babler muss weg!“ So lautete abgekürzt das Ziel der Babler-Gegner und -Skeptiker in der Partei.

Am späten Sonntagabend wurde versichert, sie hätten dieses Ziel erreicht. Doch die Zweifel wachsen: Der umstrittene Mann bleibt zumindest bis Jahreswechsel Vizekanzler und bis zu einem Parteitag in einem halben Jahr auch SPÖ-Chef – nur mit einer treuen Dienerin und einem treuen Diener an der Seite.

Artig bedanken sich die beiden, Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher, bei Babler für seine großartigen Dienste. So wie es krokodilstränend von mehreren Seiten kommt – in ergebenstem Dank für seine „Einleitung eines geordneten Prozesses“.

Puh! Geordnet erscheint in dieser Partei aktuell nichts. Sicher scheint bloß, dass Gerhard Zeiler den Ring verlässt. Aber ob und wann der in Krebsbehandlung stehende Babler-Wunsch-Nachfolger Markus Marterbauer Vizekanzleramt und Parteiführung übernehmen kann – da zählt das Prinzip Hoffnung.

Und viele in der Partei fürchten: Sollte die Genesung mehr Zeit als erhofft in Anspruch nehmen – dann könnte Babler noch auf viel längere Zeit in führender Position bleiben.

Obwohl ihn gerade Paul Lendvai, der wohl erfahrenste Politikbeobachter des Landes, im „Standard“ als eigentlichen „Zerstörer seiner eigenen Partei“ bezeichnete