Voice of Freedom Повна версія

Linke Partei wirbt mit „Allahu akbar“ für Event

· Politics

Mit großen Lettern „Allahu akbar“ wirbt eine linke Partei auf Instagram für eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Antirassismus. Die Kritiken ließen nicht lange auf sich warten. Die Partei hingegen verteidigt den Ausdruck und verweist darauf, dass es sich um einen „alltäglichen, religiösen Ausdruck“ handle.

Die österreichische Kleinpartei LINKS beschäftigt sich allen voran mit den Themen soziale Gerechtigkeit und leistbares Wohnen, nun setzt sie aber in der Kopftuch-Debatte auf mehr oder weniger kreative Akzente.

„Allahu akbar – an was denkst du?“
So postete der Kanal der Partei „Allahu akbar“ in großen Lettern auf ihrem Social-Media-Kanal, um dann zu ergänzen: „Allahu akbar sagen praktizierende Muslim*innen jeden Tag etwa 100 Mal. An was denkst du?“ Ziel sei es, auf „antimuslimischen Rassismus“ aufmerksam zu machen. Einerseits soll eine Diskussionsveranstaltung beworben werden, andererseits sei ein Schulstreik gegen das Kopftuchverbot bei Mädchen geplant. 

„Unfassbar“ und „Allahu akbar“
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. „Die Linke postet ein riesiges Allahu akbar – unfassbar“, schreibt ein User. „Als schwuler Mensch, der sein mehrheitlich muslimisches Land aus Sicherheitsgründen verlassen hat, empfinde ich das als sehr beunruhigend und es weckt Erinnerungen an mein Trauma. Unglaublich rücksichtslos“, ein anderer. Andere antworten ebenso mit „Allahu akbar“.

„Antimuslimischer Rassismus“
Die Partei selbst rechtfertigt sich so: „Wir wollten dazu anregen, sich mit antimuslimischem Rassismus auseinanderzusetzen.“ „Allahu akbar“ sei ein alltäglicher religiöser Ausdruck, der vielfach im Gebet gesprochen wird – „durch seinen Einsatz als Schlachtruf“  werde er mit Gewalt verknüpft. Das trage dazu bei, „dass ,der Islam‘ als gewalttätige Religion essentialisiert wird“.

Kandidierte mit KPÖ
Die Partei ist eine linke politische Partei, die vor allem in Wien aktiv ist. Bei der letzten Wiener Gemeinderatswahl kandidierte sie gemeinsam mit der KPÖ. Ob LINKS bei der nächsten Nationalratswahl bundesweit antreten wird, ist derzeit noch offen.