Zufall oder nicht? Am Dienstag meldete sich der Kanzler aus China. „Wir werden die Flugabgabe senken“, sagte Christian Stocker (ÖVP). Er sei hier „gesprächsbereit“. Fast zeitgleich wurde bekannt, dass die Lufthansa ihrer Tochter Austrian Airlines das Geschäft stutzt.
Seit Wochen ringt die Regierung um eine Senkung der Flugabgabe. Im Vorjahr waren wegen der Sondersteuer – 12 Euro auf Kurzstrecke, 30 Euro auf Langstrecke – zwei Millionen Passagiere in Wien weniger gelandet als 2024.
Werden „anderweitig eingesetzt“
Die AUA erhält nun vorerst keine weiteren, neuen Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777 Dreamliner. Fünf fabriksneue Maschinen, die ab Ende 2027 zur Auslieferung stehen, werden „innerhalb der Lufthansa Group anderweitig eingesetzt werden“, erklärte die Fluglinie am Dienstag. Die Zukunft der Langstrecke steht damit infrage.
Mehrere Strecken auf dem Prüfstand
Aufgrund der Rekordkosten für Kerosin stehen zudem mehrere Verbindungen auf dem Prüfstand. Zum Ende des Sommerflugplans wurden bereits die Verbindung Wien-Graz aus dem Streckennetz genommen – die „Krone“ war an Bord des letzten Fluges in die Bundeshauptstadt – und in Summe bisher fünf Prozent der Kapazitäten im Winterflugplan 2026/27 im Vergleich zum Vorjahr reduziert.
Im Doppelbudget sind pro Jahr 30 Millionen Euro Unterstützungsgelder für die Flugbranche fixiert. Die ÖVP hätte gerne eine Erhöhung auf 50 bis 60 Millionen.