Österreichs Sprinterinnen befinden sich weiter im Höhenflug! Bei den Balkanmeisterschaften im griechischen Volos liefen die Niederösterreicherin Magdalena Lindner und die Vorarlbergerin Isabel Posch über 100 Meter zu den Rängen eins und drei. Ganz zufrieden war vor allem Neo-Rekordlerin Posch mit ihrem Auftritt aber nicht.
„Mit dem Finalsieg bin ich natürlich happy“, jubelte Lindner, die sich mit einer Zeit von 11,40 Sekunden um vier Hundertstel vor der Türkin Simay Özciftci durchsetzen konnte. Auf ihre, zuletzt in Ostrau (Tch) aufgestellte persönliche Bestleistung (PB) von 11,28 Sekunden fehlten der 26-Jährigen bei regulären 0,6 Meter Rückenwind pro Sekunden aber doch zwölf Hundertstel, auf ihre Vorlaufzeit auch 0,07 Sekunden.
Wichtig im Hinblick auf die EM
„Der Lauf war ganz gut, aber die Bedingungen am Start waren etwas merkwürdig, denn der Speerwurf ging während unserem Start weiter und dadurch war das Publikum auch laut“, schilderte „Leni“, die von ÖLV-Sprint-Nationaltrainer Philipp Unfried betreut wird. „Nichts destotrotz war das Rennen ganz gut. Nach dem Vorlauf hätte ich natürlich gehofft noch mehr drauflegen zu können, aber 11,40 und die Bonuspunkte dazu sind dennoch ein gutes Ergebnis in Hinblick auf die EM.“
Posch mit zweitschnellster Karriere-Zeit
Für das Highlight des Jahres in Birmingham (10. bis 16. August) bereits fix qualifiziert, ist Isabel Posch. Mit ihrer in St. Pölten gelaufenen ÖLV-Rekordzeit (11,10 Sekunden) hatte sich die Fußacherin auch das EM-Direktlimit geschafft. In Volos hatte sie im Vorlauf mit 11,35 Sekunden ihre zweitschnellste 100-Meter-Zeit markiert. Im Finale reichte es dann in 11,45 Sekunden zu Bronze.
Viel Trubel zuletzt
„Im Finale bin ich vom Start weg schon nicht gut ins Rennen gekommen, hinten raus wurde es dann zwar besser“, zog die ehemalige Siebenkämpferin (PB: 6107 Punkte) Bilanz. „Die letzten Wochen haben mir viel Kraft und Energie gekostet. Es darf auch mal sein, dass es nicht so läuft und jetzt freue ich mich, wenn wieder der Trainingsalltag einkehrt.“
Silber für den Strohmayer-Dangl
Für weitere Medaillen am ersten Tag der Titelkämpfe sorgten Lena Pressler und Niklas Strohmayer-Dangl. Der Burgenländer blieb in 49,55 Sekunden über die 400 Meter Hürden nur zwölf Hundertstel über seiner PB und holte Silber.
Nur 0,06 Sekunden fehlten
Pressler verbesserte ihre Bestleistung über die 400 Meter gleich um 0,51 Sekunden auf 55,36 Sekunden, blieb nur sechs Hundertstel über dem Direktlimit für die EM in Birmingham und holte sich ihre zweites Balkan-Gold nach 2024.