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Markus Hinterhäuser ist „Opfer arroganter Politik“

· Culture

Star-Regisseur Romeo Castellucci wettert im Programmheft zu Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ gegen Landeshauptfrau Karoline Edtstadler.

„Ohne Markus Hinterhäuser hätte ich mir diese Arbeit niemals erträumen und sie niemals umsetzen können“, so Regisseur Romeo Castellucci am Ende eines Interviews mit Dramaturg Christian Longchamp im Programm der von ihm inszenierten Oper „Saint Francois d’Assise“.

Es ist eine harsche Abrechnung mit der Salzburger Kulturpolitik. Castellucci teilt heftig Richtung Landeshauptfrau Karoline Edtstadler aus: „Die Produktion von ,Saint François d’Assise‘ ist gewissermaßen verwaist und musste ohne die Präsenz jenes Mannes auskommen, der sie sich gewünscht und sich für sie eingesetzt hat — Opfer der Arroganz einer kleinkarierten Politik, welche der Kultur die Flügel stutzen will, ohne über die entsprechende Kultur zu verfügen, um zu verstehen, was sie damit anrichtet.“

Man feiert dennoch. Die Festspiele spulen – heuer auffallend intensiv – Bilder und Filmchen von den Premierenfeiern etwa auf Instagram ab. Doch zwischen der fast wie ein Fremdkörper inmitten der Künstler fröhlich lächelnden Präsidentin Kristina Hammer und der freundlich ihre Dankesreden schwingenden Interims-Intendantin Karin Bergmann fühlt man eine Leerstelle: Der Geist, der Spiritus Rector dieser Festspiele fehlt.