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Medienpreis: Wanderung der Bäume in den Norden

· Culture

Das Linzer Medienfestival Ars Electronica vergibt nicht nur goldene Nicas, sondern auch den StartsPrize: Damit werden Projekte, die Kunst, Technologie und Wissenschaft verbinden, ausgezeichnet. Aktuelle Preisträger stehen fest, die Beiträge sind erst beim Festival von 9. bis 13. September in Linz zu sehen.

Was passiert, wenn Umweltbewusstsein, soziales Engagement oder Fantasie auf Technologie treffen?

Der StartsPrize der Europäischen Kommission, der von der Linzer Ars Electronica durchgeführt wird, ist maßgeschneidert für solche Projekte: von kreativen KI-Projekten bis zu Lösungen für Klima und Gesellschaft. Klingt kompliziert? Ist es gar nicht, sondern oft überraschend und absolut faszinierend.

Bäume flüchten vor der Hitze
Heuer geht der StartsPrize an Agnes Meyer-Brandis (Deutschland) für ihr langfristiges interdisziplinäres Kunst- und Forschungsprojekt „Office for Tree Migration“ (OTM). Sie untersucht die Migration von Bäumen und Pflanzen in verschiedenen Klimazonen und entlang der Baumgrenzen, dokumentiert, wie sie nach Norden wandern, in die kalifornischen White Mountains klettern oder in die Torfmoore vordringen.

Ausbeutung wird aufgezeigt
Ebenfalls ein StarsPrize geht an Hito Steyerl (Deutschland) für ihre Videoinstallation „Mechanical Kurds“: Sie begleitet kurdisch-syrische Flüchtlinge in Erbil, die als Klickarbeitende über Crowdsourcing-Plattformen Künstliche Intelligenz trainieren. Steyerl bildet einen beunruhigenden Kreislauf zwischen digitaler Arbeit, Überwachungstechnologien und politischer Gewalt ab.

Weiters wurden zehn Honorary Mentions („lobende Erwähnung“) vergeben. Die Projekte werden beim kommenden Ars Electronica Festival von 9. bis 13. September im Lentos Kunstmuseum in Linz zu sehen sein.

Heuer wurde der elfte und letzte StartsPrize vergeben. Von 2016 bis 2026 wurden beim Wettbewerb 18.900 Projekte aus 124 Ländern eingereicht und 298 davon ausgezeichnet.