Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat eine Begrenzung der Zahl ausländischer Schüler pro Klasse angekündigt. Zudem soll das Tragen von Burkas und Niqabs an Schulen verboten werden.
„In der Schule zeigt man sein Gesicht, und in Italien kann niemand im Namen einer echten oder vermeintlichen Tradition entscheiden, dass eine junge Frau ihr Gesicht verhüllen muss. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist nicht verhandelbar. Das gilt auf unseren Straßen ebenso wie in unseren Schulen“, erklärt sie.
„Zur Minderheit geworden“
Dort strebt sie eine Begrenzung ausländischer Schüler pro Klasse an. Ihre Forderung begründet sie damit, dass italienische Kinder sich in ihren Klassen nicht als Minderheit fühlen dürften. „Es kann nicht sein, dass sich italienische Kinder in einer italienischen Klasse an den Rand gedrängt fühlen, weil sie zur Minderheit geworden sind“, sagte die Regierungs-Rekordhalterin.
Das Thema eines Anteils ausländischer Schüler in Klassen war bereits zuvor Gegenstand einer politischen Debatte. Bildungsminister Giuseppe Valditara hatte Anfang September erklärt, die bestehende Vorgabe von 30 Prozent ausländischer Schüler pro Klasse werde nicht ausreichend umgesetzt. Er kündigte an, die Regelung gesetzlich verbindlich machen zu wollen, um eine Konzentration ausländischer Schüler an einzelnen Schulen zu vermeiden.