NATO eilt Bulgarien nach Drohnenangriffen zu Hilfe
Die NATO-Partner kommen einer Bitte Bulgariens nach und haben die Entsendung „zusätzlicher Mittel“ in die Schwarzmeerregion angekündigt. Dort waren zuletzt mehrere Handelsschiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens mit Drohnen angegriffen worden. Ein Flugzeug der US-Marine hat bereits mit Patrouillenflügen über dem Schwarzen Meer begonnen.
Die Maschine vom Typ P-8 Poseidon führe Aufklärungseinsätze aus und halte Ausschau nach „Aktivitäten, die ein Risiko darstellen könnten“, erklärte der bulgarische Regierungschef Rumen Radew am Dienstag. Das US-Marineflugzeug war am Sonntag aus Sizilien kommend in der bulgarischen Hafenstadt Warna gelandet, wie Daten der Flugverkehr-Plattform ADS-B Exchange zeigten.
Seit Anfang Oktober häufen sich die Zwischenfälle vor den Küsten Bulgariens und Rumäniens. Zwei Transportschiffe sanken sogar, 21 Menschen werden vermisst. Die Angriffe werden russischen Drohnen zugeschrieben. Laut Angaben der türkischen Handelskammer für Seefahrt (İMEAK) vom August wurden seit Beginn des Ukraine-Krieges vor mehr als viereinhalb Jahren 226 zivile und Handelsschiffe im Schwarzen Meer angegriffen, der Großteil davon in diesem Jahr.
EU: Russland könnte Ernährungskrise auslösen
Das Schwarze Meer ist von zentraler Bedeutung für den weltweiten Export von Getreide, Energieressourcen und Rohstoffen. Mit der Intensivierung seiner Angriffe in der Region könnte Russland eine weltweite Ernährungskrise auslösen, kritisierte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag. Sie forderte Moskau auf, die Ausfuhr ukrainischen Getreides nicht weiter zu behindern.