Nachdem Javier Tebas, Präsident der Liga Nacional de Futbol Profesional (LNP), Real Madrid vorgeworfen hatte, Praktiken wie in der Nazi-Zeit unter Joseph Goebbels zu nutzen, haben die „Königlichen“ nun empört reagiert. Der Verein fordert den Funktionär zum Rücktritt auf ...
Seit Jahren zofft sich Real mit Tebas. Der Klub werde ungerecht behandelt, so stets der Vorwurf der Hauptstädter. Nichts als Unsinn, ist der Präsident das Thema leid. So weit, so bekannt – nun droht die Situation allerdings zu eskalieren.
Auf X hatte Tebas Real Madrid TV, dem hauseigenen TV-Sender der „Königlichen“ nämlich vorgeworfen, ein Orchester von Gatekeepern zu dirigieren. „Sie wählen die Spielzüge aus, die sie interessieren, wiederholen die Fehler, schüren Misstrauen und erschaffen Feindbilder. Diese Methode erinnert an die Propagandamechanismen, die Goebbels, der Propagandaminister Nazideutschlands, einsetzte: systematische Wiederholung, Feindbildkonstruktion und Unterordnung der Fakten unter die Erzählung“, so der Funktionär, der auch vor Nazi-Vergleichen nicht zurückschreckt.
Vini Jr. beleidigt
Auslöser des Tweets war Reals Reaktion auf Vinicius Juniors Vier-Spiel-Sperre infolge seines Platzverweises im Spiel gegen Villarreal. Der Brasilianer sei einmal mehr das Opfer einer Kampagne von Tebas, so der Vorwurf der Madrilenen.
Rücktritt gefordert
Dass der Präsident von La Liga die Kommunikation des Vereins nun mit jener unter Goebbels vergleicht, brachte das Fass für Real endgültig zum Überlaufen. „Real Madrid hält es für absolut unerträglich und außerordentlich schwerwiegend, dass jemand, der zwei der verantwortungsvollsten Positionen im spanischen Fußball innehat, einen Vergleich mit den Propagandamethoden des Nazi-Regimes zieht, um unseren Verein, seine Führung und seinen Fernsehsender zu diskreditieren. Die Klarstellung, dass er sich nicht auf die Nazi-Ideologie bezieht, ändert nichts an dem zutiefst beleidigenden, moralisch verwerflichen und institutionell unangebrachten Charakter seiner Äußerungen. Real Madrid fordert daher seinen sofortigen Rücktritt als Präsident von LaLiga und Vizepräsident des Königlich Spanischen Fußballverbandes“, reagierte der Verein auf den Tweet des 64-Jährigen. Ein weiteres Kapitel in einem schier endlos scheinender Fehde ...